23.11.2014: SV Arminia Hannover – 1. FC Germania Egestorf/Langreder – 0 : 4 (0 : 3)

Rudolf-Kalweit-Stadion, Bischofsholer Damm 119, 30173 Hannover

Tore: 0:1 Bönig (26.), 0:2 Baßler (37.), 0:3 Schierholz (40.), 0:4 Siegert (76.)

Zuschauer: 620

Food: Ein klasse Bratwurst im Brötchen

       

Nach dem A-Junioren-Kick im Eilenriedestadion ging es schnurstracks weiter zum nächsten Highlight der niedersächsischen Stadionlandschaft, dem Luftlinie gerade einmal knapp einen Kilometer entfernten Rudolf-Kalweit-Stadion des Lokalrivalen und ehemaligen Zweitligisten SV Arminia Hannover. Dieser empfing am 17. Spieltag der Oberliga Niedersachsen den ambitionierten Dorfclub Germania Egestorf/Langreder und erlebte vor knapp sechshundert Zuschauern in der ersten Hälfte ein kleines Waterloo. Denn zur Halbzeit lagen die Gastgeber vollkommen verdient mit 0:3 zurück. Und das war nicht darauf zurückzuführen, dass die Gäste mit dem tiefen Boden wesentlich besser zurechtkamen als die „Blauen“. Nach dem Wechsel fand die Arminia dann zwar besser ins Spiel, das einzige Tor der zweiten Hälfte schossen aber wieder die Gäste aus dem Calenberger Land. Spätestens nach dem vierten Treffer war die Begegnung dann auch endgültig entschieden und die letzte Viertelstunde bot außer den letzten Sonnenstrahlen des Jahres nichts Erwähnenswertes mehr.

       

Das Rudolf-Kalweit-Stadion im hannoverschen Stadtteil Bischofshol wurde im Jahre 1918 erbaut und ist seitdem die Heimat des SV Arminia Hannover. Bis ins Jahr 2005 noch als „Arminia-Platz“ bezeichnet, erfolgte dann die Umbenennung zu Ehren des langjährigen Mitglieds und Arminen-Förderers Rudolf Kalweit. Im Mittelpunkt der Anlage steht die 1920 erbaute und im zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Haupttribüne, die im Jahre 1976 das Dach der ehemaligen Gegentribüne des Dortmunder Stadions „Rote Erde“ erhielt. Heute bietet sie knapp 800 Sitzplätze und kann durchaus als Juwel bezeichnet werden. Zwei weitere Seiten sind mit hohen Stehtraversen ausgebaut, die vierte Seite, früher mit einer Hintertortribüne ausgebaut, musste im Jahre 1963 der Verbreiterung des Bischofsholer Damms weichen. Das theoretische Fassungsvermögen liegt auch heute bei knapp 16.000 Zuschauern, der Zuschauerrekord beträgt sogar knapp 20.000 Zuschauer, aufgestellt im April 1960 bei der Partie der Arminia gegen den Bremer SV. Eine Flutlichtanlage besitzt das Rudolf-Kalweit-Stadion nicht, dafür aber eine herrliche alte, manuell zu bedienende Anzeigetafel. Insgesamt ein Hingucker in der immer steriler werdenden deutschen Stadionlandschaft und ein gelungener Abschluss dieses Fußball-Wochenendes.

 Zurück