23.11.2014: Hannoverscher SV von 1896 – KSV Holstein Kiel – 3 : 0 (2 : 0)

Eilenriedestadion, Clausewitzstraße 4, 30175 Hannover

Tore: 1:0 Jahn (24.), 2:0 Jahn (34.), 3:0 Jahn (62.)

Zuschauer: 110

Food: Zur frühen Stunde blieb es hier bei einem Kaffee

       

Manchmal gibt es Tage, da passt alles! Denn heute konnten mit dem Eilenriede- und dem Rudolf-Kalweit-Stadion gleich zwei traditionsreiche Stadien in der niedersächsischen Landeshauptstadt besucht werden. Um 11:00 Uhr ging es los mit den A-Junioren von Hannover 96 gegen den KSV Holstein Kiel. Und hier siegte der vom früheren 96-Stürmer Daniel Stendel trainierte Nachwuchs der „Roten“ gegen die Storche vollkommen verdient mit 3:0. Dreifacher Torschütze bei 96 war dabei Patrick Jahn, der mit einem Doppelpack zwischen der 24. und 34. Minute die Weichen bereits frühzeitig auf Sieg für die Gastgeber stellte. Aber eigentlich war das Stadion an diesem Morgen um einiges interessanter als eine durchaus ansehnliche Partie in der A-Junioren Bundesliga.

       

Das heutige Eilenriedestadion wurde im Jahre 1922 erbaut und fasste als „Stadion der Stadt Hannover“ rund 25.000 Zuschauer. 1934 erfolgte dann die Umbenennung in „Hindenburg-Kampfbahn“, nach dem Krieg wurde aus der „Hindenburg-Kampfbahn“ kurzzeitig das „Stadion der Hauptstadt Hannover“ und erst danach erhielt es seinen heutigen Namen. Der Hannoversche Fußball-Club von 1896 nutzte das Stadion zuerst nur gelegentlich und erst seit 1956 ist es die offizielle Heimat des Vereins. Die erste Mannschaft allerdings zog schon 1959 weiter ins neu erbaute Niedersachsenstadion und auch die zweite Mannschaft trägt ihre Heimspiele schon länger nicht mehr hier aus. Geblieben sind dafür bis heute die Jugendmannschaften von 96. Und das wird auch so bleiben, denn im Mai 2014 beschloss Hannover 96, auf dem Gelände des Eilenriedestadions ein Nachwuchsleistungszentrum zu errichten. Dem Denkmalschutz wird bei der Umgestaltung natürlich auch Rechnung getragen. Denn das Stadion darf nur im Bereich der Aschenbahn, an den Stehtribünen und im Bereich der nicht überdachten Sitztribüne verändert werden. Die wunderbaren Torhäuser, die Uhr im Eingangsbereich, das westliche Halbrund der Wallanlagen und natürlich das südlich gelegene Tribünengebäude aus dem Jahr 1928 bleiben erhalten. Neu entstehen dafür zwei überdachte Tribünen im Westen und Osten, wodurch das neue Stadion insgesamt 5.000 Plätze bieten wird. Gleichzeitig wird die Spielfläche um 90 Grad gedreht, sodass die alte Haupttribüne dann zur Hintertortribüne wird. Eine durchaus gelungene Verbindung von Tradition und Moderne.

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