26.10.2014: Rot-Weiss Essen - SG Wattenscheid 09 – 6 : 0 (1 : 0)

Stadion Essen, Hafenstraße 97A, 45356 Essen

Tore: 1:0 Kreyer (3.), 2:0 Hermes (55.), 3:0 Nakowitsch (81.), 4:0 Baier (84.),
5:0 Kreyer (85.), 6:0 Kreyer (89.)

Zuschauer: 14.415

Food: Eine mittelmäßige Currywurst

     

Nach einer erschreckend schwachen Vorstellung unterlag die SG Wattenscheid 09 am heutigen Nachmittag im Derby bei Rot-Weiss Essen mit 0:6 und war damit noch gut bedient. Allein in der Schlussphase erzielten die Essener vier Tore in acht Minuten und alle 09er konnten froh sein, dass der Schiedsrichter die Partie pünktlich abpfiff. Einfach grausam! Zudem war heute nach der Halbzeitpause überhaupt keine Linie mehr erkennbar und auch der Doppelwechsel des Trainers in der letzten Spielminute sorgte für viel Kopfschütteln. Und dieser dusselige Ratz und Rübe-Torsong steht für mich jetzt auf dem Index.

       

„Alte Heimat – neue Bude!“ Nach rund 89 Jahren hat auch in Essen eine neue, wenn auch lange äußerst umstrittene Zeitrechnung begonnen. Denn seit der Saison 2012/13 trägt Rot-Weiss Essen seine Heimspiele im nicht besonders einfallsreich „Stadion Essen“ genannten Neubau aus. Dabei handelt es sich in der jetzigen, ersten Ausbaustufe um ein sogenanntes Einrangstadion mit 32 Sitzreihen und einer Gesamtkapazität von 20.650 Plätzen (9.040 Steh-, 11.320 Sitz- und 290 Logenplätze). Eine spätere Kapazitätserhöhung auf rund 35.000 Zuschauer wäre durch das Schließen der Ecken und das Aufsetzen eines zweiten Ranges möglich, aber aktuell eher unwahrscheinlich. Die neue Heimtribüne heißt dabei allen geographischen Realitäten zum Trotz „Westtribüne“, die Haupttribüne ist dem RWE-Topstürmer „Ente“ Lippens gewidmet, die Gegengerade dem legendären Helmut Rahn und die Tribüne, auf der auch die Gäste untergebracht werden, dem Kapitän der Meistermannschaft - August Gottschalk. Und natürlich entspricht der rund 30 Millionen Euro teure, recht nüchterne Neubau den Vorgaben der Deutschen Fußball Liga für die Bundesliga sowie den Richtlinien des Deutschen Fußball Bundes für die 3. Liga und Regionalliga. Das Flair und die Stimmung sind allerdings kein Vergleich mehr zur alten Spielstätte, die nun bis auf einen der Flutlichtmasten komplett verschwunden ist. Schade...

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