09.08.2014: VfL Bochum 1848 U23 – SG Wattenscheid 09 - 1 : 1 (1 : 1)

RewirpowerSTADION, Castroper Straße 145, 44791 Bochum

Tore: 0:1 Schwadorf (18.), 1:1 Jakubowski (41.)

Zuschauer: 1.300 (ca. 800 Gäste)

Food: Fiel heute aus...

            

Eigentlich heißt es ja „alles Gute kommt wieder“, aber nach nur knapp vier Monaten schon wieder in die Oststadt – das braucht man eigentlich nicht. Einzige Lichtblicke an diesem Tag: Scheinbar tendierte das Interesse der Bochumer Türsteher-Szene an diesem Derby diesmal (im Gegensatz zum April) gegen Null und erneut konnte die Sportgemeinschaft an der Castroper Straße punkten. Diesmal gab es zwar nur einen Punkt, aber immerhin. In einer über weite Strecken ausgeglichenen, aber schwachen Partie hatte Jules Schwadorf die Guten nach 18 Minuten in Führung gebracht, Norman Jakubowski erzielte in der 41. Minute den Ausgleich für die Amateure des VfL.

Bereits 1921 errichteten Mitglieder des damaligen TuS Bochum 1848 an der Castroper Straße eine erste Fußballanlage, die mit einem Spiel des TuS gegen den Düsseldorfer SC 1899 eröffnet wurde. Wie viele andere Sportanlagen im Revier fiel aber auch diese den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges zum Opfer und so wurde der bis dahin schlichte Fußballplatz ab 1945 als Fußball- und Leichtathletikstadion mit einer Sitzplatztribüne wieder aufgebaut. In den folgenden 34 Jahren erlebten Aktive und Fans im Stadion an der Castroper Straße den sportlichen Aufstieg des 1938 gegründeten VfL Bochum bis in die 1. Bundesliga. Mit dem Aufstieg wurde aber auch der Ruf laut, das inzwischen veraltete Stadion zu modernisieren. Und so entstand dann zwischen März 1976 und Juli 1979 das Bochumer „Ruhrstadion“ in seiner heutigen Form, eingeweiht am 21. Juli 1979 mit einem Spiel des VfL Bochum gegen die SG Wattenscheid 09 (aus dem Stadtsäckel der kurz zuvor eingemeindeten Stadt Wattenscheid stammte übrigens auch ein Großteil der Gelder für den Neubau). Aktuell verfügt es nur noch über 29.299 überdachte Plätze (13.125 Steh- und 16.174 Sitzplätze), obwohl die ursprüngliche Kapazität des Stadions ursprünglich sogar 49.522 Zuschauerplätze betrug. Allerdings verringerte sich die Kapazität durch zahlreiche Umbauten in den letzten Jahren mehr und mehr – so verschwanden erst die Stehplätze auf der Westtribüne und zuletzt musste der ehemalige Stehplatzbereich H2 dem "Bobbis Familienblock" weichen... Die letzten großen Baumaßnahmen waren die Errichtung des sechsgeschossigen Stadioncenters 2003 und dessen Erweiterung zur FIFA Frauen-WM 2011. Diese recht gelungene Konstruktion bietet neben Räumen für Personal, Mannschaft und medizinische Versorgung auch Platz für rund 800 VIPs. Auf die "normalen" Fans warten im Erdgeschoss Gastronomie, Ticket-Service und der offizielle VfL-Fanshop. Den einfallsreichen Namen „rewirpowerSTADION“ trägt das ehemalige Ruhrstadion seit Beginn der Saison 06/07 – natürlich auch hier von der Fanszene heftig kritisiert.

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