29.03.2014: KFC Uerdingen 05 – Sportfreunde Siegen - 0 : 4 (0 : 4)

Grotenburg-Stadion, Tiergartenstraße 165, 47800 Krefeld

Tore: 0:1 Maouel (14.), 0:2 Hettich (23.), 0:3 Dej (25.), 0:4 R. Weber (45.)

Zuschauer: 1.498

Food: Fiel hier mit Blick auf den danach geplanten Besuch in einer belgischen Frituur aus...

         

Wie ein Absteiger präsentierte sich der KFC Uerdingen im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Erhan Albayrak, der dementsprechend auf der Pressekonferenz kein gutes Haar an seiner Mannschaft ließ. Und nach der schlechtesten Saisonleistung konnten die Gastgeber mit dem 0:4-Endstand sogar noch gut leben, fielen doch alle vier Gegentreffer in der ersten Halbzeit und zeigten die Gäste aus dem Siegerland wenig Interesse, den KFC komplett auseinander zu nehmen. So oder so gehen die Lichter in Uerdingen nun langsam aus und das Projekt Regionalliga endet nicht mit einem Durchmarsch, sondern im Desaster...

Das heutige Grotenburg-Stadion wurde am 17. September 1927 unter dem Namen „Grotenburg-Kampfbahn“ eröffnet, zum ständigen Schauplatz von Fußballspielen wurde es aber erst ab der Saison 1963/64, als der TSV Duisburg 48/99 in der Fußball-Regionalliga nach Krefeld auswich. 1971 schaffte Bayer 05 Uerdingen den Aufstieg in die Regionalliga-West - die damals zweithöchste deutsche Spielklasse. Um der erhofften Zuschauernachfrage gerecht zu werden, erfolgte der Umzug vom Stadion am Löschenhofweg im Stadtteil Uerdingen in die Grotenburg-Kampfbahn in Krefeld-Bockum. Mit dem Umzug der Uerdinger begann dann der etappenweise Umbau in ein reines Fußballstadion. 1975 wurde die neue Haupttribüne im Süden mit 4.000 Sitzplätzen und vorgelagerten 3.500 überdachten Stehplätzen eingeweiht. 1976 erfolgte die Errichtung der vom DFB geforderten Flutlichtanlage mit finanzieller Unterstützung der Bayer AG. 1979 wurde die obere Westkurve um weitere 6.000 Stehplätze erweitert. Im Jahre 1986 musste dann die alte Tribüne auf der Nordseite weichen, das Spielfeld wurde an die Südtribüne verlegt und die heutige Nordtribüne als reine Sitzplatztribüne mit 6.000 Sitzplätzen errichtet. Gleichzeitig erfolgte der Abriss der alten “Zookurve” (Ostkurve) und der Bau einer neuen, nun direkt hinter dem Tor stehenden Stehplatztribüne. Mit dem Verlust der Leichtathletikbahn wurde dann auch der Name des Stadions von “Grotenburg-Kampfbahn” in “Grotenburg-Stadion” geändert. Einzig die letzten beiden Schritte – die Überdachung der Ostkurve und der Neubau der Westkurve – wurden, bedingt durch den finanziellen Ausstieg der Bayer AG und dem folgenden sportlichen Abstieg der Uerdinger, nicht mehr realisiert. Zum letzten Mal ausverkauft war die Grotenburg übrigens am 5. November 1994 beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München (1:1). Heute hingegen präsentiert sich das Stadion in einem jämmerlichen Zustand: Bis auf einen Teil der alten Westkurve sind alle Stehplätze aufgrund von Sicherheitsmängeln gesperrt, so dass die Gesamtkapazität aktuell auf 13.150 Zuschauer (10.000 überdachte Sitz- und 3.150 nicht überdachte Stehplätze) begrenzt ist. Zudem bröckelt der Beton an jeder Ecke, die Anzeigetafel ist außer Betrieb und zahlreiche Strahler der Flutlichtanlage funktionieren nicht. Und fast alle notwendigen Renovierungsmaßnahmen liegen auf Eis, solange über einen möglichen Neubau diskutiert wird.

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