14.12.2013: KFC Uerdingen 05 – SG Wattenscheid 09 – 1 : 1 (0 : 0)

Grotenburg-Stadion, Tiergartenstraße 165, 47800 Krefeld

Tore: 0:1 Grembowietz (51.), 1:1 Voorjans (66.)

Zuschauer: 1.860

Food: Bratwurst und Krakauer – beides geschmacklich sehr gut. Allerdings gingen unzählige Gäste leer aus, weil man weder Wurst, noch Brötchen in ausreichender Anzahl vorhielt...

       

Mit einem leistungsgerechten 1:1 beim KFC Uerdingen 05 haben die Remis-Könige aus Wattenscheid an diesem eisigen Dezember-Nachmittag einen weiteren Zähler im Kampf um den Klassenerhalt in der Regionalliga West eingefahren. Jens Grembowietz gelang mit einem Abstauber die verdiente Führung für die 09er nach 51 Minuten, der KFC konnte aber durch einen Voorjans-Kopfball nach 66 Minuten ausgleichen. In einer hektischen Schlussphase hatten beide Mannschaften danach Chancen auf den Siegtreffer, am Ende blieb es aber bei einem Unentschieden, dass den Gästen weit mehr hilft als den kriselnden Uerdingern.

Das heutige Grotenburg-Stadion wurde am 17. September 1927 unter dem Namen „Grotenburg-Kampfbahn“ eröffnet, zum ständigen Schauplatz von Fußballspielen wurde es aber erst ab der Saison 1963/64, als der TSV Duisburg 48/99 in der Fußball-Regionalliga nach Krefeld auswich. 1971 schaffte Bayer 05 Uerdingen den Aufstieg in die Regionalliga-West - die damals zweithöchste deutsche Spielklasse. Um der erhofften Zuschauernachfrage gerecht zu werden, erfolgte der Umzug vom Stadion am Löschenhofweg im Stadtteil Uerdingen in die Grotenburg-Kampfbahn in Krefeld-Bockum. Mit dem Umzug der Uerdinger begann dann der etappenweise Umbau in ein reines Fußballstadion. 1975 wurde die neue Haupttribüne im Süden mit 4.000 Sitzplätzen und vorgelagerten 3.500 überdachten Stehplätzen eingeweiht. 1976 erfolgte die Errichtung der vom DFB geforderten Flutlichtanlage mit finanzieller Unterstützung der Bayer AG. 1979 wurde die obere Westkurve um weitere 6.000 Stehplätze erweitert. Im Jahre 1986 musste dann die alte Tribüne auf der Nordseite weichen, das Spielfeld wurde an die Südtribüne verlegt und die heutige Nordtribüne als reine Sitzplatztribüne mit 6.000 Sitzplätzen errichtet. Gleichzeitig erfolgte der Abriss der alten “Zookurve” (Ostkurve) und der Bau einer neuen, nun direkt hinter dem Tor stehenden Stehplatztribüne. Mit dem Verlust der Leichtathletikbahn wurde dann auch der Name des Stadions von “Grotenburg-Kampfbahn” in “Grotenburg-Stadion” geändert. Einzig die letzten beiden Schritte – die Überdachung der Ostkurve und der Neubau der Westkurve – wurden, bedingt durch den finanziellen Ausstieg der Bayer AG und dem folgenden sportlichen Abstieg der Uerdinger, nicht mehr realisiert. Zum letzten Mal ausverkauft war die Grotenburg übrigens am 5. November 1994 beim Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München (1:1). Heute hingegen präsentiert sich das Stadion in einem jämmerlichen Zustand: Bis auf einen Teil der alten Westkurve sind alle Stehplätze aufgrund von Sicherheitsmängeln gesperrt, so dass die Gesamtkapazität aktuell auf 13.150 Zuschauer (10.000 überdachte Sitz- und 3.150 nicht überdachte Stehplätze) begrenzt ist. Zudem bröckelt der Beton an jeder Ecke, die Anzeigetafel ist außer Betrieb und zahlreiche Strahler der Flutlichtanlage funktionieren nicht. Und fast alle notwendigen Renovierungsmaßnahmen liegen auf Eis, solange über einen möglichen Neubau diskutiert wird.

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