30.11.2013: SG Wattenscheid 09 – Aachener TSV Alemannia - 0 : 3 (0 : 1)

Lohrheidestadion, Lohrheidestraße 82, 44866 Bochum-Wattenscheid

Tore: 0:1 Marquet (13.), 0:2 Garcia (55.), 0:3 Garcia (83.)

Zuschauer: 1.427

Food: Auch heute wieder eine vorzügliche Bratwurst mit Brötchen

         

Überraschend deutlich unterlag die SG Wattenscheid 09 der Aachener Alemannia an diesem Samstag und verpasste es dadurch, sich weiter von den Abstiegsplätzen zu entfernen. Im ersten Pflichtspiel der beiden Teams nach rund 16 Jahren hatten die Gäste – begleitet von knapp 700 eigenen Fans – von Beginn an mehr vom Spiel, führten zur Pause bereits verdient mit 1:0 und nutzten Ihre Chancen in der zweiten Hälfte konsequenter, als es die Hausherren taten. Für die Sportgemeinschaft gilt es nun, an den kommenden beiden Wochenenden in Oberhausen und Uerdingen die verlorenen Punkte einzufahren, um in Ruhe in die Winterpause gehen zu können.

Bei einem ganz anderen Thema war die SG Wattenscheid 09 heute allerdings weit vorne – der Rettung des Förderturms der Zeche Holland, einem der Wahrzeichen der Stadt Wattenscheid. Diesem Turm, mit dem schon zu Bundesligazeiten fast jede Zusammenfassung aus der Lohrheide begann, droht aktuell der Abriss, weil die Stadt Bochum die dafür vorgesehen Fördermittel zur Sanierung nicht zeitgerecht abrief (ein Schelm, wer hier Böses dabei denkt…). Zu diesem Zweck trugen die Spieler statt des Firmenlogos der Schreinerei Reichel in diesem Spiel heute den Holland-Turm auf ihren Trikots, welche zudem danach bei einem bekannten Auktionshaus für einen guten Zweck versteigert wurden (eines dieser Trikots hängt jetzt auch in unserem Flur….).

       

Das Lohrheidestadion ist seit 1965 die Heimat der SG Wattenscheid 09. Im Jahre 1954 als Sportplatz für den Ortsrivalen Rot-Weiß Leithe angelegt, begann der Ausbau zu einem richtigen Stadion erst nach dem Umzug der SGW vom alten Stadion am Beckmannshof zur Lohrheide. Als erstes wurden 1972 die noch heute existierende Westtribüne und umlaufende Stehplatzränge errichtet. Ein Jahr später erfolgte der Bau der ersten Flutlichtanlage, ein weiteres Jahr später entstand die Tartanbahn. Mit dem Aufstieg der SGW bis in die 1. Bundesliga Anfang der 90er Jahre erfolgte auch der sukzessive Ausbau hin zu einer durchaus bundesligatauglichen Arena. Letzter großer Meilenstein war die Errichtung der heutigen Osttribüne mit ihren zurzeit 4.133 Sitzplätzen. Der Zuschauerrekord in der Lohrheide wurde mit 23.400 Zuschauern 1974 im DFB-Pokal gegen den Hamburger Sport-Verein aufgestellt. Und zuletzt ausverkauft bei einem Spiel der SGW war die Lohrheide am 11.12.1992, als 18.000 Zuschauer einen historischen 2:0-Sieg über den VfL Bochum sahen. Aktuell beträgt die Kapazität 16.233 Zuschauer, davon 5.033 überdachte Sitzplätze auf den beiden Längsseiten. Die letzten Modernisierungen erfolgten im Zuge der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften im Jahre 2002 und 2005.

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