28.10.2013: VfL Bochum 1848 – 1. FC Kaiserslautern - 0 : 0

Rewirpower Stadion, Castroper Straße 145, 44791 Bochum

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 16.563

Food: Eine hervorragende Bratwurst der Kultwurstmanufaktur Dönninghaus

       

Ein torloses Remis der besseren Sorte sahen die Zuschauer im Montagsspiel des 12. Spieltages der zweiten Bundesliga zwischen den beiden ehemaligen Bundesligisten aus Bochum und Lautern. Die Roten Teufel waren dabei zwar über weite Strecken spielbestimmend, es fehlte aber an Durchschlagskraft und die wenigen guten Chancen ließ man ungenutzt. Der VfL, der sich sicherlich mehr erhofft hatte, war hauptsächlich in der Defensive gebunden und beschränkte sich auf gelegentliche Konter, meist über den starken Sukuta-Pasu. Am Ende konnten beide Teams mit dem Punkt leben, der FCK verpasst allerdings den Sprung auf den Aufstiegsrelegationsplatz und der VfL bleibt weiter im Tabellenkeller.

Bereits 1921 errichteten Mitglieder des damaligen TuS Bochum 1848 an der Castroper Straße eine erste Fußballanlage, die mit einem Spiel des TuS gegen den Düsseldorfer SC 1899 eröffnet wurde. Wie viele andere Sportanlagen im Revier fiel aber auch diese den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges zum Opfer und so wurde der bis dahin schlichte Fußballplatz ab 1945 als Fußball- und Leichtathletikstadion mit einer Sitzplatztribüne wieder aufgebaut. In den folgenden 34 Jahren erlebten Aktive und Fans im Stadion an der Castroper Straße den sportlichen Aufstieg des 1938 gegründeten VfL Bochum bis in die 1. Bundesliga. Mit dem Aufstieg wurde aber auch der Ruf laut, das inzwischen veraltete Stadion zu modernisieren. Und so entstand dann zwischen März 1976 und Juli 1979 das Bochumer „Ruhrstadion“ in seiner heutigen Form, eingeweiht am 21. Juli 1979 mit einem Spiel des VfL Bochum gegen die SG Wattenscheid 09. Aktuell verfügt es nur noch über 29.299 überdachte Plätze (13.125 Steh- und 16.174 Sitzplätze), obwohl die ursprüngliche Kapazität des Stadions ursprünglich sogar 49.522 Zuschauerplätze betrug. Allerdings verringerte sich die Kapazität durch zahlreiche Umbauten in den letzten Jahren mehr und mehr – so verschwanden erst die Stehplätze auf der Westtribüne und zuletzt musste der ehemalige Stehplatzbereich H2 dem "Bobbis Familienblock" weichen... Die letzten großen Baumaßnahmen war die Errichtung des sechsgeschossigen Stadioncenters 2003 und dessen Erweiterung zur FIFA Frauen-WM 2011. Diese recht gelungene Konstruktion bietet neben Räumen für Personal, Mannschaft und medizinische Versorgung auch Platz für rund 800 VIPs. Auf die "normalen" Fans warten im Erdgeschoss Gastronomie, Ticket-Service und der offizielle VfL-Fanshop. Den einfallsreichen Namen „rewirpowerSTADION“ trägt das ehemalige Ruhrstadion seit Beginn der Saison 06/07 – natürlich auch hier von der Fanszene heftig kritisiert.

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