16.08.2013: VfL Bochum 1848 – FC St. Pauli 1910 - 2 : 2 (1 : 2)

Rewirpower Stadion, Castroper Straße 145, 44791 Bochum

Tore: 1:0 Butscher (18.), 1:1 Verhoek (23.), 1:2 Verhoek (35.), 2:2 Jungwirth (69.)

Zuschauer: 23.028

Food: Eine hervorragende Bratwurst der Kultwurstmanufaktur Dönninghaus

       

In einem rasanten Zweitligaspiel trennten sich an diesem Freitagabend der VfL Bochum und der FC St. Pauli letztlich mit einem absolut gerechten 2:2-Unentschieden. Der VfL begann dabei wie die Feuerwehr, erarbeitete sich in der Anfangsphase ein klares Chancenplus und ging verdient durch Butscher mit 1:0 in Führung. Die Kiezkicker kamen danach jedoch besser ins Spiel und konnten die Partie durch Verhoek noch vor der Halbzeitpause drehen. Die Gastgeber allerdings steckten nie auf und kamen aufgrund einer Energieleistung in der zweiten Hälfte doch noch zum verdienten Ausgleich durch Jungwirth. Alles in allem ein gelungener Abend in der Oststadt...

Bereits 1921 errichteten Mitglieder des damaligen TuS Bochum 1848 an der Castroper Straße eine erste Fußballanlage, die mit einem Spiel des TuS gegen den Düsseldorfer SC 1899 eröffnet wurde. Wie viele andere Sportanlagen im Revier fiel aber auch diese den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges zum Opfer und so wurde der bis dahin schlichte Fußballplatz ab 1945 als Fußball- und Leichtathletikstadion mit einer Sitzplatztribüne wieder aufgebaut. In den folgenden 34 Jahren erlebten Aktive und Fans im Stadion an der Castroper Straße den sportlichen Aufstieg des 1938 gegründeten VfL Bochum bis in die 1. Bundesliga. Mit dem Aufstieg wurde aber auch der Ruf laut, das inzwischen veraltete Stadion zu modernisieren. Und so entstand dann zwischen März 1976 und Juli 1979 das Bochumer „Ruhrstadion“ in seiner heutigen Form, eingeweiht am 21. Juli 1979 mit einem Spiel des VfL Bochum gegen die SG Wattenscheid 09. Aktuell verfügt es nur noch über 29.299 überdachte Plätze (13.125 Steh- und 16.174 Sitzplätze), obwohl die ursprüngliche Kapazität des Stadions ursprünglich sogar 49.522 Zuschauerplätze betrug. Allerdings verringerte sich die Kapazität durch zahlreiche Umbauten in den letzten Jahren mehr und mehr – so verschwanden erst die Stehplätze auf der Westtribüne und zuletzt musste der ehemalige Stehplatzbereich H2 dem "Bobbis Familienblock" weichen... Die letzten großen Baumaßnahmen war die Errichtung des sechsgeschossigen Stadioncenters 2003 und dessen Erweiterung zur FIFA Frauen-WM 2011. Diese recht gelungene Konstruktion bietet neben Räumen für Personal, Mannschaft und medizinische Versorgung auch Platz für rund 800 VIPs. Auf die "normalen" Fans warten im Erdgeschoss Gastronomie, Ticket-Service und der offizielle VfL-Fanshop. Den einfallsreichen Namen „rewirpowerSTADION“ trägt das ehemalige Ruhrstadion seit Beginn der Saison 06/07 – natürlich auch hier von der Fanszene heftig kritisiert.

 Zurück