27.09.2012: VfL Bochum 1848 – 1. FC Kaiserslautern - 1 : 2 (0 : 1)

RewirpowerSTADION, Castroper Straße 145, 44791 Bochum

Tore: 0:1 Fortounis (36.), 0:2 Idrissou (65.), 1:2 Tasaka (84.)

Zuschauer: 13.212

Food: Eine Bratwurst, die zwar durchaus bekömmlich war, allerdings etwas größer und
auch wärmer hätte sein dürfen...

       

Das Montagsspiel zur Abwechslung mal am Donnerstag – die englische Woche, entwickelt in Zusammenarbeit von DFL und Pay-TV für die zahlungskräftige Mimmi-Klientel, die das Sofa der Stadionatmosphäre vorzieht, macht es möglich. Aber trotz der undankbaren Anstoßzeit fanden immerhin knapp 2.000 Pfälzer den Weg aus Lautern nach Bochum. Was wiederum dafür sorgte, dass der Gäste-Stehplatzbereich zu unserem Leid bereits ausverkauft war und uns der ungeliebte VfL (neben dem widerwilligen Verzehr von Fiege-Pils) auch noch zum Kauf von Sitzplätzen nötigte. Argh… Dafür aber war das heutige Spiel durchaus ansehnlich und die drei zu vergebenden Punkte gingen verdientermaßen mit nach K-Town. Und dies, obwohl die Gäste auf das Offensiv-Duo Baumjohann/Bunjaku verzichten mussten. Nach Toren von Fortounis und Idrissou schien dabei der dritte Sieg im dritten Auswärtsspiel nach 65 Minuten bereits Formsache, aber der eigentlich eher überraschende Anschlusstreffer von Tasakas sorgte dann noch mal für eine spannende Schlussphase.

Bereits 1921 errichteten Mitglieder des damaligen TuS Bochum 1848 an der Castroper Straße eine erste Fußballanlage, die mit einem Spiel des TuS gegen den Düsseldorfer SC 1899 eröffnet wurde. Wie viele andere Sportanlagen im Revier fiel aber auch diese den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges zum Opfer und so wurde der bis dahin schlichte Fußballplatz ab 1945 als Fußball- und Leichtathletikstadion mit einer Sitzplatztribüne wieder aufgebaut. In den folgenden 34 Jahren erlebten Aktive und Fans im Stadion an der Castroper Straße den sportlichen Aufstieg des 1938 gegründeten VfL Bochum bis in die 1. Bundesliga. Mit dem Aufstieg wurde aber auch der Ruf laut, das inzwischen veraltete Stadion zu modernisieren. Und so entstand dann zwischen März 1976 und Juli 1979 das Bochumer „Ruhrstadion“ in seiner heutigen Form, eingeweiht am 21. Juli 1979 mit einem Spiel des VfL Bochum gegen die SG Wattenscheid 09. Aktuell verfügt es nur noch über 29.299 überdachte Plätze (13.125 Steh- und 16.174 Sitzplätze), obwohl die ursprüngliche Kapazität des Stadions ursprünglich sogar 49.522 Zuschauerplätze betrug. Allerdings verringerte sich die Kapazität durch zahlreiche Umbauten in den letzten Jahren mehr und mehr – so verschwanden erst die Stehplätze auf der Westtribüne und zuletzt musste der ehemalige Stehplatzbereich H2 dem "Bobbis Familienblock" weichen... Die letzten großen Baumaßnahmen war die Errichtung des sechsgeschossigen Stadioncenters 2003 und dessen Erweiterung zur FIFA Frauen-WM 2011. Diese recht gelungene Konstruktion bietet neben Räumen für Personal, Mannschaft und medizinische Versorgung auch Platz für rund 800 VIPs. Auf die "normalen" Fans warten im Erdgeschoss Gastronomie, Ticket-Service und der offizielle VfL-Fanshop. Den einfallsreichen Namen „rewirpowerSTADION“ trägt das ehemalige Ruhrstadion seit Beginn der Saison 06/07 – natürlich auch hier von der Fanszene heftig kritisiert.

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