09.04.2012: USV Eschen/Mauren – FC Balzers 1932 – 2 : 1 (0 : 1)

Sportpark Eschen/Mauren, Escheweg, 9492 Eschen (FL)

Tore: 0:1 Roger Beck (36.), 1:1 Mathias Christen (65.), 2:1 Andreas Simma (90.+2)

Zuschauer: 1.035

Food: Sehr schmackhafte Malbuner Bratwurst mit Graubrot (die Wurst geht hier
übrigens in einer Tüte über die Theke)

       

Zum ersten Mal seit Jahren ging es diesmal über Ostern nicht auf die Insel, sondern in die Berge, genauer gesagt in die Schweizer Alpen. Dabei fiel die Wahl auf das kleine Örtchen Bergün in Graubünden, der Heimat von Heidi. Und aufgrund der Nähe zum Fürstentum Liechtenstein war direkt klar, dass auch ein Länderpunkt mit auf dem Plan stehen sollte. Letztlich wurden es sogar zwei Spiele, denn – wie es der Zufall so wollte - fanden genau im Zeitraum unseres Urlaubs dort die beiden Cup-Halbfinale statt. Den Anfang machte an diesem Nachmittag die Partie der beiden Drittligisten aus Eschen/Mauren und Balzers. Hier sahen überraschenderweise mehr als eintausend Zuschauer eine äußerst interessante und abwechslungsreiche Partie (bereits das zweite Aufeinandertreffen der beiden Teams innerhalb einer Woche) mit dem glücklicheren Ende für die Gastgeber. Die gewannen nämlich durch ein Tor in der Nachspielzeit letztlich, aufgrund einer engagierten zweiten Hälfte, durchaus verdient mit 2:1 und treffen somit im Finale auf den Sieger der morgigen Partie zwischen dem FC Vaduz und dem FC Triesenberg.

       

Der Sportpark Eschen/Mauren - ein Gemeinschaftswerk der gleichnamigen Gemeinden und logischerweise auch im Grenzgebiet dieser gelegen – bietet mehrere Naturrasenplätze, ein Kunstrasenspielfeld sowie diverse Leichtathletikanlagen und ist bereits seit 1975 die Heimat des USV Eschen/Mauren. Ursprünglich ohne nennenswerten Ausbau erstellt, rückte er zum ersten Mal in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, als Papst Johannes Paul II. hier am 8. September 1985 mit rund 35.000 Gläubigen die heilige Messe feierte. Zu diesem Zweck entstand die auch heute noch vorhandene Gedenkstätte – ein ca. 30 Meter hohes Tetraeder mit einem hängenden Kreuz und einem steinernen Altar. Der Umbau des Hauptplatzes zu einem richtigen Stadion erfolgte sogar erst im Jahre 2005. In diesem Jahr erhielt der Club die auch heute noch nett anzusehende Tribüne mit Ihren knapp 500 überdachten Sitzplätzen, die neben den 12 Umkleidekabinen auch einen Kiosk, einen Clubraum, ein Massenlager mit 40 Betten, diverse Technik-, Büro- und Lagerräume und sogar einen Kleinkaliber-Schützenraum beheimatet. Da der Hauptplatz darüber hinaus aber außer einer Anzeigetafel und Flutlicht keinen weiteren Ausbau bietet, wird die Gesamtkapazität die Marke von Dreitausend wohl nicht übersteigen.

By the way – da es im Fürstentum Liechtenstein mit seinen knapp 34.000 Einwohnern gerade einmal 7 Fußballclubs gibt, nehmen diese am Meisterschaftsbetrieb der Amateur- und Profiligen des Schweizerischen Fußballverbandes (SFV) teil und bleiben nur im so genannten FL1 Aktiv-Cup unter sich. Hier ermitteln sie den Liechtensteiner Cupsieger, der gleichzeitig der Vertreter des Fürstentums für die kommende Qualifikation zur UEFA Europa League ist. Rekordtitelträger ist – wen wundert es – der FC Vaduz (aktuell als einziges Team in der zweiten Schweizer Liga - der Challenge League - spielend). Der Club konnte den Liechtensteiner Pokal bereits 40 mal gewinnen und auf diesem Wege immerhin 16 mal im UEFA-Cup starten.

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