13.02.2012: Fortuna Düsseldorf – Eintracht Frankfurt - 1 : 1 (0 : 0)

ESPRIT arena, Arena Straße 1, 40474 Düsseldorf

Tore: 0:1 Köhler (69.), 1:1 Langeneke (90.+1, Foulelfmeter)

Zuschauer: 41.213

Food: Leckere Käse-Schinken-Stange

   

Nicht wirklich das erwartete Spitzenspiel sahen rund vierzigtausend Zuschauer an diesem Montagabend in der Düsseldorfer ESPRIT arena. Was allerdings nicht heißt, dass dem Publikum nichts geboten wurde. So begann das Spiel nämlich direkt mal mit rund 5 Minuten Verspätung aufgrund einer durchaus ansehnlichen pyromanen Vorstellung im Frankfurter Block. Ein Feuerwerk auf dem Rasen gab es dagegen gerade in der ersten Hälfte nicht, denn beiden Mannschaften war der gegenseitige Respekt viel zu deutlich anzumerken. Man neutralisierte sich die meiste Zeit und auch Torchancen blieben Mangelware. Erst nach der Pause legten beide Teams dann jedoch eine Schüppe drauf und spielten mutiger nach vorn, wobei die Eintracht spielerisch wesentlich mehr zeigte und auch verdient durch Köhler nach knapp 70 Minuten in Führung ging. Allerdings gelang der Fortuna doch tatsächlich noch in einer Nachspielzeit Marke Hitchcock durch ein Elfmetertor der Ausgleich. Dem vorausgegangen war eine Aktion von Eintracht-Abwehrspieler Anderson an Maximilian Beister. Schiedsrichter Felix Brych ließ zunächst weiterlaufen, doch sein Assistent zeigte an, dass es ein Foul von Anderson gewesen sei. Den fälligen Strafstoß verwandelte Langeneke sicher und löste damit aber weitere Tumulte aus. Fortunas Sascha Rösler lief danach nämlich provozierend auf den Frankfurter Coach Armin Veh zu und sah dafür postwendend Gelb-Rot. Veh, der die Provaktion dankend annahm, wurde für die letzten zwei Minuten auf die Tribüne geschickt. Durchaus unterhaltsam, aber überflüssig. Die Fortuna klettert nach dem letztlich glücklichen Punktgewinn wieder an die Spitze der zweiten Bundesliga, hat aber nun mit 44 Zählern gerade mal einen Punkt mehr als die SpVgg Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt mit 43.

Übrigens - am Saisonende wird die Fortuna fast ein Drittel aller 34 Begegnungen an einem Montagabend absolviert haben. Dies bedeutet neben deutlich größeren Strapazen für die Mannschaft natürlich auch, dass die Fans wieder mal die Doofen sind...

       

Die kühle und unpersönliche Düsseldorfer ESPRIT arena (bis 2009 LTU arena) entstand für rund 218 Millionen Euro an Stelle des alten Rheinstadions und wurde offiziell am 18. Januar 2005, mit einem Spiel der Düsseldorfer Fortuna gegen den FC Bayern München, eingeweiht. Die Multifunktionsarena besitzt ein schließbares Dach, zwei Videowände - die nach meinem Empfinden allerdings zu hoch unter dem Dach angebracht sind - und eine Heizanlage, die auch bei Außentemperaturen von bis zu -5° C eine Innentemperatur von mindestens 15° C ermöglicht. Bei Fußballspielen beträgt das Fassungsvermögen inzwischen maximal 54.600 Zuschauer, darunter auch 9.917 Stehplätze, die zur Saison 2010/11 durch den Umbau von Sitz- in Stehplätze im Heim- und Gästebereich entstanden. Da die volle Auslastung aber durch die aktuellen Nutzer nur recht selten erreicht wird, hat man sich etwas ganz Spezielles einfallen lassen: Die Sitze in der Arena sind nur scheinbar unsortiert in verschiedenen bunten Farben angebracht. Tatsächlich beruht die Verteilung der farbigen Sitzschalen auf einem exakten Plan des Architekten. Das hat zur Folge, dass das Stadion auch bei mäßig besetztem Publikum in einer Fernsehübertragung einen gut gefüllten Eindruck macht (z.B. beim unattraktiven Ligapokal…). Merkwürdig sind übrigens die Aufgangstreppen im Unterrang, welche - obwohl die Traversen das Standardmaß von 80 cm Tiefe und 40 cm Höhe aufweisen - nicht eine, sondern zwei Zwischenstufen haben. Nicht nur bei großen Füßen mehr als irritierend. Aufgrund der Modernisierung der BayArena trug neben dem Team der Fortuna übrigens auch die "Werkself" von Bayer 04 ihre Rückrundenspiele der Saison 2008/09 hier aus.

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