08.02.2012: TSG 1899 Hoffenheim – SpVgg. Greuther Fürth - 0 : 1 (0 : 1)

WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, Dietmar-Hopp-Straße 1, 74889 Sinsheim

Tore: 0:1 Olivier Occean (44.)

Zuschauer: 14.000

Food: Wer rechnen kann ist klar im Vorteil! 14 Euro in der Tasche, 5 Euro für bequemen Parkplatz investiert und dann festgestellt, dass man mit dem Rest keine 10 Euro-Verzehrkarte erwerben kann. Aber egal – beim letzten Besuch war die Wurst so grausam, dass Entzugserscheinungen heute ausblieben...

   

Tradition zu Gast bei Tristesse. So ungefähr kann man den Besuch der Spielvereinigung Greuther Fürth - als SpVgg. Fürth immerhin dreimal als Deutscher Meister auf der „Victoria“ verewigt (eine Ehre, die diversen anderen Vereinen mit weitaus schrecklicheren Farbkombinationen nicht zu teil geworden ist) – beim kriselnden Spielzeug des Milliardärs und Alleinherrschers Dietmar Hopp bezeichnen. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass gerade einmal vierzehntausend Zuschauer (darunter knapp viertausend Gäste aus Fürth) diese Begegnung im Viertelfinale des DFB-Pokals sehen wollten. Und die Hälfte der Heimfans wird beim nächsten Spiel ihres Retortenvereins wohl auch zu Hause bleiben. Denn nach einer unterirdischen Leistung - davon gut 60 Minuten in Unterzahl (Marvin Compper hatte nach einer Tätlichkeit die rote Karte gesehen) – verabschiedete sich eine desolate Hoffenheimer Mannschaft vollkommen zu Recht aus dem Wettbewerb. Und die Gäste aus Franken freuen sich nun, im Halbfinale auf den komischen Verein aus Lüdenscheid-Nord (man stelle sich vor ein gewisser Asamoah würde in der 89. Minute den einzigen Treffer des Abends erzielen...). Das Tor des Tages in einem spannenden Match, mit nur wenigen spielerischen Highlights erzielte dabei der Kanadier Olivier Occean kurz vor der Halbzeitpause.

       

Nachtrag: Nur einen Tag nach der Niederlage gegen die SpVgg. Greuther Fürth trennte sich die TSG (oder besser - Dietmar Allmächtig) von Trainer Holger Stanislawski. Dem Trainer, den er selbst erst 8 Monate zuvor nach Hoffenheim geholt hatte, um dem sterilen Gebilde mehr Flair zu geben. Und das trotz öffentlicher Sympathiebekundungen durch Fans und Spieler. Bremser!

Die Rhein-Neckar-Arena – direkt an der A6 gegenüber dem Technikmuseum Sinsheim gelegen und seit Kurzem um die prägnante und einfallsreiche Bezeichnung „WIRSOL“ ergänzt – ist seit ihrer Fertigstellung Anfang 2009 die Heimat der TSG 1899 Hoffenheim. Erbaut für rund 60 Millionen Euro bietet sie insgesamt 30.150 Plätze (21.000 Sitzplätze und 9.150 Stehplätze), 40 Logen und den schon obligatorischen Business Bereich für 1.400 Personen, denen die Bratwurst und das Bier im Umlauf der Arena nicht ausreichen. Insgesamt ein durchaus gelungener Neubau, wenn nicht die schon fast skandalösen Sichtverhältnisse im Bereich der Gäste-Sitzplätze den Eindruck trüben würden...

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