25.01.2012: KAS Eupen - AFC Tubize - 3 : 0 (1 : 0)

Kehrweg-Stadion, Kehrweg 14, 4700 Eupen (BE)

Tore: 1:0 Santos (38.), 2:0 Santos (65.), 3:0 Goffin (82.)

Zuschauer: 1.833

Food: XXL-Burger mit Riesenbulette (vom Geschmack einer Frikandel ähnlich),
gebratenen Zwiebeln und Sauce Andalouse – jam jam…

     

Normalerweise macht das Wetter ja im Winter Planungen eher zu Nichte, aber im heutigen Fall dies war dies ausnahmsweise genau umgekehrt. So war das heutige Spiel nur deshalb für uns machbar, weil es aufgrund der Bodenverhältnisse am Samstag zuvor abgesagt und für heute neu angesetzt werden musste. Aber warum soll man nicht auch mal Glück haben. Und so ging es vom Treffpunkt Bahnhof Uerdingen mit dem Auto die knapp 110 Kilometer über Aachen ins belgische Eupen.

Hier traf der KAS Eupen – im letzten Jahr die erste deutschsprachige Mannschaft in der höchsten belgischen Klasse, aber nach einem Jahr bereits zurück in der zweiten Liga – auf den AFC Tubize, Und die Ausgangslage war eindeutig – für den KAS (Königliche Allgemeine Sportvereinigung) als Tabellenführer (übrigens seit Saisonbeginn mit dem deutschen Trainer Wolfgang Frank – vielen noch aus seinen Essener und Mainzer Zeiten in guter Erinnerung) waren drei Punkte fest eingeplant, die Gäste aus dem Mittelfeld wären sicherlich mit einem Punkt zufrieden gewesen. Daraus wurde aber nichts, denn das Heimteam war von Anfang an spielbestimmend, erarbeitete sich Chance um Chance und die knappe 1:0 Pausenführung war für die Gäste daher auch eher glücklich. Außer einem kurzen Aufbäumen zu Beginn der zweiten Hälfte war von den Gästen auch nicht wirklich viel zu sehen und so fielen zwangsläufig irgendwann auch die Tore zu einem alles in allem verdienten Heimsieg für die Eupener, die durch diesen Erfolg nun vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Charlerois besitzen.

       

Die KAS Eupen - entstanden 1945 durch die Fusion der beiden Vereine „Jugend Eupen 1908“ und „FC Eupen 1920“ - trägt ihre Heimspiele seitdem im städtischen Kehrweg-Stadion aus. Erbaut im Jahre 1908 erhielt es im Jahre 1947 eine erste Sitztribüne, die Kapazität stieg im Laufe der Jahre sogar bis auf 10.000 Plätze, betrug aber in der Zweitligasaison 2009/10 gerade noch die Hälfte. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Jupiler League in dieser Saison erfolgten dann binnen weniger Monate umfangreiche Umbauten, um vom Verband die langfristige Spielberechtigung für das Stadion zu erhalten und gleichzeitig alle Normen für die Zuteilung der Fernsehgelder zu erfüllen. So wurde nicht nur eine Rasenheizung installiert und das Flutlicht verstärkt, die Kapazität wurde auch von knapp 5.000 auf rund 8.000 Plätze erweitert. Hierzu wurden alle Tribünen außer der Haupttribüne abgerissen und durch moderne, jedoch immer noch recht unterschiedliche Konstruktionen ersetzt. So entstanden neben der imposanten Sitztribüne am Kehrweg (diese ist zukünftig den Gästen vorbehalten), eine neue, größtenteils überdachte Gegengerade mit Sitzplätzen und eine neue überdachte Stehtribüne für die Heimfans. Die Sitzplatzkapazität erhöhte sich dadurch von 1.000 auf nun 5.000 Plätze, die Anzahl der Stehplätze beträgt nun rund 3.000. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 5 Millionen Euro, dafür verfügt der KAS aber nun über eine durchaus ansehnliche Anlage und sieht sich auch für die Zukunft gut aufgestellt.

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