07.01.2012: KVK Beringen - KVV Weerstand Koersel - 1 : 1 (0 : 0)

Sportpark De Motbemden, Hasseltsesteenweg 130, 3580 Beringen (BE)

Tore: 1:0 Ruiz (55., Eigentor), 1:1 Willems (70.)

Zuschauer: 600

Food: Im Stadion leider nur mittelmäßige Gulaschsuppe, daher auf dem Rückweg noch die
erste Frituur auf eine Friet Special angesteuert...

     

Herrlich! So wie das alte Jahr fußballtechnisch zu Ende ging, so sollte es auch im neuen Jahr weitergehen - mit dem Besuch eines Matches im Nachbarland Belgien. Die Wahl fiel dabei auf das kleine Limburger Derby zwischen dem KVV Beringen und dem KVV Weerstand Koersel in der 1e Provinciale Limburg (der fünften belgischen Liga, vergleichbar in etwa mit unserer Verbandsliga). So ging es an diesem Samstagabend bei strömendem Regen die knapp 170 Kilometer von Essen in das kleine Örtchen Beringen in der Nähe von Zolder. Und hier hörte nicht nur schlagartig der Regen auf, auch waren die knapp 600 Zuschauer und ein schöner kleiner Ground in dieser Klasse nicht unbedingt zu erwarten. Zudem passte sich das Spiel nahtlos in den gelungenen Abend ein. Denn von Beginn an sahen die Zuschauer eine packende und bis zur letzten Minute spannende Partie, die durchaus das eine oder andere Tor mehr verdient gehabt hätte. So gingen die Gastgeber nach 55 Minuten mit 1:0 in Führung (ein Eigentor habe ich dabei übrigens nicht gesehen), die Gäste aus dem nur drei Kilometer entfernten Koersel kamen aber bereits eine Viertelstunde später zum verdienten Ausgleich. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dessen Verlauf jedoch kein Team den entscheidenden Treffer erzielen konnte und man sich letztendlich mit einem gerechten Unentschieden trennte. So richtig hilft dieses Ergebnis allerdings keinem Team, denn während die Gäste durch dieses Remis an Boden im Kampf um die Tabellenführung verlieren, bleibt der KVK Beringen weiter im Mittelfeld hängen.

       

Der Sportpark De Motbemden besteht aus insgesamt drei Rasenplätzen, wobei nur der Hauptplatz über einen Ausbau verfügt. Dafür allerdings mehr als erwartet, denn beide Längsseiten sind ausgebaut: Eine Seite bietet neben der mittig angeordneten, typisch belgischen Kantine auch zwei überdachte Stehtribünen mit Platz für ca. 800 Zuschauer. Die zweite Seite verfügt über ein relativ neues Gebäude, welches neben ca. 150 Sitzplätzen auch einen verglasten VIP-Bereich mit weiteren 100 Sitzplätzen und eine zweite Kantine bietet. Zudem findet man hier weitere Stehtraversen, die sich über eine Spielfeldhälfte erstrecken und noch mal rund 700 Zuschauer aufnehmen können. Die beiden Hintertorseiten verfügen nicht über einen Ausbau, bieten aber die Möglichkeit, das Spiel ebenerdig an der Bande zu verfolgen. Insgesamt dürfte das Fassungsvermögen der Anlage damit bei ca. 3.000 Plätzen liegen. Neben einer recht leistungsfähigen Flutlichtanlage mit vier Masten, wovon zwei scheinbar für den Mobilfunk genutzt werden, verfügt man hier übrigens auch über eine kleine digitale Anzeigetafel.

Typisch für Belgien ist übrigens auch das Thema Fusionen: So entstand der heutige KVK Beringen beispielsweise erst im Jahre 2002 aus dem Zusammenschluss der beiden Clubs K Beringen FC (gegründet 1924 unter dem Namen Cercle Sportif Kleine Heide, ab 1925 als Beringen FC mit der Stammnummer 522 Mitglied im Königlich Belgischen Fußballverband und immerhin noch von 1984 bis 1988 in der zweiten Liga spielend) und VV Vigor Beringen (gegründet 1923 und Mitglied im KBFV unter der Stammnummer 330). Der neue Club nutzt seitdem die Stammnummer 330 von Vigor, die 522 wurde gelöscht...

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