18.12.2011: RSV GA Klosterhardt 1929 - Post SV Oberhausen 1931 - 2 : 1 (1 : 1)

Franz-Haniel-Stadion, Harkortstraße 129, 46119 Oberhausen

Tore: 1:0 Hilbig (3.), 1:1 Lettau (41.), 2:1 Aspöck (63.)

Zuschauer: 70

Food: Würzige und leckere Currywurst. Und – den Temperaturen angemessen - Glühwein mit Schuss...

     

Von Essen aus ging es mit einem kurzen Zwischenstopp am Weihnachtsmarkt im CentrO weiter zum zweiten Spiel des Tages – der Begegnung des Rasensportvereins Glückauf Klosterhardt (entstanden im Jahre 1957 aus der Fusion des RSV Klosterhardt und des SV Glückauf Fuhlenbrock) gegen den Post SV Oberhausen in der Kreisliga A Oberhausen-Bottrop. Und hier bekamen die knapp 70 Zuschauer (davon offiziell 38 zahlende Gäste) so Einiges geboten: Ein recht spannendes Spiel, drei Tore, eine super Currywurst und zusätzlich eine Wettermischung, die neben kurzen sonnigen Phasen auch Regen, Schnee, Hagel und eisigen Wind bot. Aber in Verbindung mit einem richtig alten Stadion alles kein Problem. Am Ende gewannen die Hausherren letztlich übrigens eher ein wenig glücklich, denn nach dieser Partie, bei der die Akteure mehr mit dem Wetter, dem holprigen Geläuf und ihrer eigenen Unfähigkeit beschäftigt waren, hätten beiden Mannschaften einen Punkt verdient gehabt.

       

Das vereinseigene Franz-Haniel-Stadion – benannt nach dem ehemaligen Großindustriellen und Gründer der früher in unmittelbarer Nähe gelegenen, gleichnamigen Zeche – hat für den Traditionalisten und Stadionliebhaber so Einiges zu bieten. So gibt es neben einem Ausbau mit Stufen auf beiden Längsseiten auch noch drei Reihen mit Schalensitzen auf einer Seite, Graswälle in den Kurven, eine Sprecherkabine und eine Bude mit lokalen Köstlichkeiten im Innenraum des Platzes. Zudem findet man hier einen schönen Eingangsbereich mit zwei Kassenhäuschen und ein Denkmal zur Erinnerung an die in den Kriegen gefallenen Vereinsmitglieder. Gespielt wird auf einem Naturrasen, der trotz seiner ovalen Form auf eine Laufbahn verzichtet (vielleicht ist sie auch einfach nur überwachsen…). Dafür ist die Tierwelt – hier in Form von Maulwürfen – tatkräftig dabei, das Gelände zurück zu erobern. Und auch die Verbundenheit zur Zeche lässt sich an vielen Stellen noch erkennen. So sind nicht nur die Graswälle aus aufgeschütteten Waschbergen eine Erinnerung an den Bergbau, auch die Geländer und Absperrungen haben sicherlich irgendwann mal ihren Weg vom Pütt zum Platz gefunden. Neben dem Stadion bietet die Anlage des Clubs auch noch einen Tennenplatz sowie einige Tennisplätze, aber da es ja heute um Rasensport geht, soll es hier auch bei der Erwähnung bleiben.

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