02.10.2011: Hamburger Sportverein - FC Schalke 04 - 1 : 2 (1 : 1)

Imtech Arena, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg

Tore: 0:1 Huntelaar (13.), 1:1 Petric (37.), 1:2 Huntelaar (73.)

Zuschauer: 54.237

Food: Bei der riesigen Auswahl an Verpflegungsständen kann man in Hamburg mit Fug und Recht von einer Fressmeile sprechen. Denn hier gibt es neben den typischen Fischbrötchen auch Dönertaschen, Hot Dogs, Bratwürstchen, Crêpes, Pommes Frites, Brezeln, Laugenstangen und sogar einen Stand mit Süßigkeiten für den Nachwuchshopper. Alles schön getrennt, um lange Schlangen zu vermeiden - vorbildlich. Heute fiel die Wahl auf ein leckeres Hacksteak im Brötchen...

     

Sonntagsspiele sind bekanntlich der letzte Dreck und zu einem großen Teil dem schnöden Mammon der TV-Sender geschuldet. Kommt allerdings der Montag als Feiertag daher, dann sieht die Welt zumindest für den entsprechenden Spieltag ein klein wenig anders aus. Und so ging es am 8. Spieltag mit dem Sohnemann im Bus des Schalke FanClub UK zum Auswärtsspiel der Knappen in die Freie und Hansestadt Hamburg. Die Fahrt gestaltete sich dabei mehr als unterhaltsam, die knapp 5 Stunden vergingen wie im Flug und auch das Spiel des FC Schalke 04 beim Tabellenletzten HSV passte sich nahtlos in diesen perfekten Tag ein. Denn in einer richtig guten und spannenden Bundesliga Partie mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten stand am Ende ein glücklicher Auswärtssieg für die Knappen. Zum Matchwinner avancierte dabei erneut der bärenstarke Klaas-Jan Huntelaar, der mit seinen beiden Treffern den HSV sozusagen im Alleingang erlegte und nebenbei auch noch für den ersten Sieg von Huub Stevens nach dessen Rückkehr sorgte. Schalke klettert durch den Sieg auf Platz vier, während der HSV weiterhin das Feld vom Ende der Tabelle betrachtet.

       

Die Imtech Arena - von Ihrer Eröffnung am 30. Juni 2001 bis ins Jahr 2007 AOL Arena und danach bis 2010 HSH Nordbank Arena genannt - wurde bei laufendem Spielbetrieb anstelle des ehemaligen Volksparkstadions errichtet. Dieses galt bis zum Umbau, der im Juni 1998 begann, unter Fußball-Fans als eines der unbeliebtesten Stadien Deutschlands, weil in seinem weiten Rund kaum Stimmung aufkam und man sich nicht selten auf den ungeschützten Gäste-Stehplätzen den Tod holte. Und das kann ich bestätigen... Der Neubau wurde gegenüber der alten Spielstätte um 90 Grad gedreht, wobei nicht nur die berühmt-berüchtigte Westkurve - bis dahin Heimat der HSV-Fans - verschwand, sondern auch die Kapazität von 61.418 (28.618 Sitz- und 32.800 Stehplätze) auf 57.000 (47.000 Sitz- und 10.000 Stehplätze) sank. Bei internationalen Spielen verringerte sich die Kapazität der Arena nochmals auf etwa 51.750 Plätze. Pläne, das Fassungsvermögen bis zum Start der Bundesliga-Saison 2010/2011 auf mehr als 61.000 Plätze zu erweitern und den Hospitality-Bereich zu vergrößern, wurden aufgrund der Wirtschaftskrise vorerst verschoben. Lediglich die Umwandlung von Sitz- in Stehplätze im Block 22 C wurde durchgeführt, wodurch sich die Kapazität aktuell leicht auf 57.300 Zuschauer erhöht hat (allerdings ist der Block aus Gründen der Sicherheit noch nicht voll ausgelastet). Aber auch so präsentiert sich das von der UEFA mit fünf Sternen ausgezeichnete Stadion mit seiner imposanten Dachkonstruktion, den steilen Oberrängen, 50 Logen, 3.400 Business Sitzen, den zwei Videowänden und dem integrierten HSV-Museum als absolutes Schmuckkästchen. Und die Vergabe des UEFA Euro League Finales 2010 nach Hamburg war daher auch kein Zufall...

 Zurück