21.05.2011: Meidericher Spielverein 02 Duisburg – FC Schalke 04 - 0 : 5 (0 : 3)

Olympiastadion, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin

Tore: 0:1 Draxler (18.), 0:2 Huntelaar (22.), 0:3 Höwedes (42.)
0:4 Jurado (55.), 0:5 Huntelaar (70.)

Zuschauer: 75.708

Food: Sehr leckerer Hot Dog mit Kraut, Zwiebeln, Gurken, Ketchup und Senf

       

Nach dem gelungen Auftakt des Tages mit Abstecher zum Sony Center am Potsdamer Platz und Besuch der Regionalliga-Partie Türkiyemspor gegen den SV Wilhelmshaven ging es schnurstracks mit der Bahn Richtung Olympiastadion. Pünktlich zur Öffnung der Tore wurde dies erreicht, die Zeit bis zum Anpfiff verging (mit Hot Dog, guter Musik und vielen bekannten Gesichtern) wie im Flug und auch das Spiel ließ – zumindest auf Seiten der Schalker – keine Langeweile aufkommen.

       

Denn dank einer durchaus ansehnlichen Leistung (was nicht unbedingt zu erwarten war) gewann der FC Schalke 04 nach 1937, 1972, 2001 und 2002 zum fünften Mal den DFB-Pokal. In einem allerdings über weite Strecken recht einseitigen „Revierderby“ gewannen die "Königsblauen" gegen den Zweitligisten MSV Duisburg am Ende mit 5:0, lösten damit das Ticket für die Europa League im kommenden Jahr und sorgten so doch noch für einen halbwegs gelungenen Saisonabschluss. Für die "Zebras" war es dagegen nach 1966, 1975 und 1998 bereits die vierte Finalpleite im DFB-Pokal. Für die Knappen trafen Julian Draxler, zweimal Klaas Jan Huntelaar, Bendikt Höwedes und José Manuel Jurado. Wobei das Spiel spätestens nach dem dritten Treffer durch Höwedes zwei Minuten vor der Pause endgültig entschieden war und die Feierlichkeiten in der „Gästekurve“ beginnen konnten...

       

Das Berliner Olympiastadion wurde von 1934 bis 1936 für die Olympischen Sommerspiele 1936 nach Plänen des Architekten Werner March erbaut und gemeinsam mit den Spielen am 1. August 1936 eröffnet. Es ist Teil des auf großen Sichtachsen aufgebauten Olympiageländes (ehemals Reichssportfeld), zu dem auch Sportforum, Olympia-Hockeystadion, Reitstadion und Olympia-Schwimmstadion gehören. Die Konzeption der Anlage ist geprägt durch die Monumentalarchitektur des NS-Regimes, für die das Olympiastadion noch heute als typisches Beispiel gelten kann. Zur damaligen Zeit besaß das Stadion ein Fassungsvermögen von 100.000 Zuschauern. Nach dem zweiten Weltkrieg, den das Stadion mehr oder weniger gut überstand, wurde es zuerst von den britischen Besatzungstruppen genutzt, jedoch 1949 an die Stadt zurückgegeben. Danach erfolgte zwar eine Beseitigung der Kriegsschäden, die erste große Renovierung erfuhr das Olympiastadion jedoch erst zur Fußball-WM 1974. Hierbei wurden auch die beiden Längsseiten mit einer Überdachung versehen. Und erst in den Jahren 2000 - 2004 wurde das Olympiastadion dann unter Beibehaltung des Sportbetriebs für die Fußball-WM 2006 grundlegend umgebaut und modernisiert. Dabei wurde die Spielfläche um einige Meter abgesenkt, das Stadion erhielt sein alle Ränge überspannendes Dach und die auffällige blaue Tartanbahn (auf Wunsch und Kosten des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC in dessen Vereinsfarben). Gleichzeitig verschwanden die hässlichen, 1967 errichteten Flutlichtmasten und die Strahler wurden in die Dachkonstruktion integriert. Seit dem Abschluss der Bauarbeiten fasst das Stadion jetzt bei Bundesligaspielen maximal 74.244 Zuschauer und besitzt den von der UEFA verliehenen Status eines Fünf-Sterne-Stadions.

Für das Pokalfinale wurde übrigens die Öffnung am Marathontor durch eine temporäre Tribünenkonstruktion geschlossen und die Gesamtkapazität somit auf 75.708 Zuschauer gesteigert.

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