10.04.2011: Eintracht Frankfurt – TSG 1899 Hoffenheim - 2 : 0 (2 : 0)

Stadion am Riederwald, Gustav-Behringer-Str. 10, 60386 Frankfurt am Main

Tore: 1:0 Alexander Hien (30.), 2:0 Lukas Ehlert (44.)

Zuschauer: 150

Food: 1A Rindswurst mit Brötchen

       

Tradition war das Motto der heutigen Sonntagstour nach Frankfurt. Denn als erstes auf dem Programm stand mit dem Stadion am Riederwald eine der Kultstätten im deutschen Fußball. Zwar wird diese Anlage heute nur noch von den Junioren der Eintracht genutzt und ist auch zum Teil abgerissen, trotzdem lohnt sich der Besuch noch immer. Aber dazu später...

Am 21. Spieltag in der A-Junioren-Bundesliga Süd/Südwest empfing hier zur schönsten Mittagszeit der Zehnte aus Frankfurt den Neunten aus Hoffenheim. Und da beide Teams in dieser Saison weder mit Abstieg, noch Meisterschaft zu tun haben, war auch die Erwartungshaltung nicht die größte. Immerhin gab es aber speziell in der ersten Hälfte eine ganz ansehnliche Partie mit zwei sehenswerten Treffern für die Eintracht, die durch diesen Sieg an den Gästen vorbei zieht und immerhin auf Platz Acht vorrückt.

       

Das heutige Stadion am Riederwald ist bereits das zweite Stadion der Eintracht mit diesem Namen. Die erste Sportstätte – genutzt von 1920 bis 1943 – lag im Stadtteil Bornheim, wurde 1943 bei einem Bombenangriff zerstört und nach dem Krieg nicht wieder aufgebaut. Das neue Stadion der Eintracht entstand dann gar nicht weit entfernt vom alten Standort in der Gemeinde Seckbach (dazu auch noch in Sichtweite zum Bornheimer Hang – dem Stadion des FSV Frankfurt) und wurde nach knapp drei Jahren Bauzeit am 17. August 1952 mit einem Spiel der Eintracht gegen die Olympiaauswahl Ägyptens vor rund 20.000 Zuschauern eröffnet. Die Überdachung der 111 Meter langen Haupttribüne – eine freitragende Stahlbetonkonstruktion, zu diesem Zeitpunkt einmalig in Deutschland - folgte dann im Jahre 1953. Aus diesem Jahr datiert auch der Zuschauerrekord am Riederwald, als zum Oberligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg rund 40.000 Zuschauer ins Stadion strömten. 1956 wurde zudem die erste moderne Flutlichtanlage Deutschlands installiert, die nicht mit Glühlampen, sondern mit Leuchtstoffröhren funktionierte. Bis zur Einführung der Fußball-Bundesliga im Jahre 1963 trug die Eintracht dann ihre Oberliga-Spiele hier aus, danach wechselte man dauerhaft ins größere Frankfurter Waldstadion. Es blieben die Amateur- bzw. Jugendmannschaften und der schleichende Verfall dieses schönen alten Stadions begann. Schließlich wurde im Jahre 1989 das Dach der Tribüne abgerissen, später wurden die Kurven begrünt und seit der Verschärfung der Sicherheitsbestimmungen finden hier auch keine Regionalligaspiele der zweiten Mannschaft mehr statt. Heute spielen hier nur noch die A- und B-Junioren, die Reste der ehemaligen Tribüne sind komplett verschwunden und an gleicher Stelle wurde eines der modernsten Fußball-Leistungszentren Europas mit Internat, Turnhalle, Wellness- und Physiobereich, Fan-Shop und Gastronomie errichtet.

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