06.04.2011: Offenbacher FC Kickers – SpVgg Unterhaching - 1 : 0 (1 : 0)

Stadion Bieberer Berg, Bieberer Straße 282, 63071 Offenbach

Tore: 1:0 Thomas Rathgeber (32.)

Zuschauer: 7.221

Food: Heute wieder die superleckere und würzige Paprikawurst. Dazu Apfelwein...

     

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr ging es heute Abend zum Bieberer Berg nach Offenbach. Und diesmal ging es weniger um das Spiel (im Januar war es ja noch das DFB-Pokal Viertelfinale der Kickers gegen den 1. FCN), sondern mehr um den Fortschritt beim Stadionneubau. Aber dazu unten später mehr.

Sportlich lief es für die Kickers bekanntlich die letzten Wochen eher mau, denn stand man zum Ende der Hinrunde noch mit sieben Punkten Vorsprung auf dem Tabellenplatz 3, der zur Teilnahme an der Relegation gegen den Tabellen-Sechzehnten der 2. Bundesliga berechtigt, so ist dieser Abstand nach drei torlosen Unentschieden am 31. Spieltag aufgebraucht und der Vierte Wehen-Wiesbaden konnte nach Punkten aufschließen. Und auch gegen den Neunten aus Unterhaching lief es nicht wirklich besser, so dass zwischenzeitlich die Pfiffe der Kicker-Fans gegen die eigene Mannschaft schon recht laut wurden. Bezeichnenderweise erlöste mit Thomas Rathgeber ausgerechnet ein Ex-Hachinger die OFC-Fans in der 32. Minute mit dem einzigen Tor des Abends. Spielwertung – unterer Durchschnitt...

       

Das Stadion am Bieberer Berg (oder besser die heutige Baustelle), schon von Weitem an seiner imposanten Zwei-Masten-Flutlichtanlage zu erkennen, wurde im Jahre 1921 anstelle des ehemaligen Exerzierplatzes auf der gleichnamigen Anhöhe errichtet. Die erste Haupttribüne aus Holz fasste damals 1.200 Zuschauer. Es dauerte allerdings noch bis 1949, ehe man den Schlackeplatz gegen den ersten Rasen tauschte und der eigentliche Ausbau zum Stadion begann: Im Jahre 1952 wurde gegenüber der alten Haupttribüne eine überdachte Stehtribüne, die noch heute existierende Waldemar-Klein-Tribüne, errichtet. Die erste Flutlichtanlage mit vier Masten wurde 1956 eingeweiht und bereits 1959 wieder demontiert. 1962 wurde die alte Holzkonstruktion durch die im März diesen Jahres abgerissene Haupttribüne ersetzt, 1968 folgte der Bau einer Stahlrohrtribüne (die nun auch der Vergangenheit angehört) und der heutigen Flutlichtanlage. Es folgte dann 1973 als letztes der Neubau der heutigen Südosttribüne. Trotz diverser kleinerer Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in den letzten Jahren betrug das Fassungsvermögen bis zum März 2011 rund 24.000 Plätze (6.500 überdachte Sitz-, 10.000 überdachte Steh-, sowie 7.500 unüberdachte Stehplätze), wobei das bereits oben genannte Pokalspiel gegen den 1. FC Nürnberg wohl vorläufig die letzte volle Hütte gewesen sein dürfte. Denn nun wird hier fleißig gebaut und bis zur Sommerpause 2012 entsteht das neue Sparda-Bank-Hessen-Stadion. Es wird dabei in der ersten Ausbaustufe eine Kapazität von 20.500 Plätzen besitzen, die sich auf vier Tribünen verteilt. Die Ecken bleiben offen, die OFC-Fans behalten ihre angestammten Stehplätze auf der „Waldemar-Klein-Tribüne“, mindestens einer der beiden Flutlichtmasten, die legendären Block-Schilder, die Comicwand unter der Osttribüne und viele andere Memorabilien des alten Stadions sollen in den Neubau integriert werden. Und seit dem letzten Besuch ist auch schon einiges passiert. So sind die ehemalige Haupt- und die alte Stahlrohrtribüne abgerissen, die Anzeigetafel demontiert und mit dem Hochbau soll bereits in den nächsten Wochen begonnen werden. Updates folgen...

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