25.01.2011: SV Sandhausen 1916 - SV Wacker Burghausen - 1 : 1 (0 : 0)

Hardtwaldstadion, Jahnstraße 1, 69207 Sandhausen

Tore: 0:1 Halfar (47.), 1:1 Löning (80., Foulelfmeter)

Zuschauer: 1.250

Food: Rote Feuerwurst mit Senf – super lecker, aber ein absoluter Durstmacher...

     

Bahnfahren ist Kacke und genau heute gab es mal wieder den Beweis dafür. Denn trotz einer – wie üblich exzellenten Planung unter Einbeziehung nahezu aller Eventualitäten - ging direkt so ziemlich alles schief: Schon beim Start in Frankfurt hatte der gewählte Zug rund 35 Minuten Verspätung (Alibi diesmal - Signalstörung) und die Alternative auch schon 15 Minuten bei der Abfahrt. Dafür gab es einen schicken Stehplatz im Wagenübergang und eine angeregte Unterhaltung mit zwei netten Omis, die gerade vom Urlaub auf Sylt zurückkamen und sich in Mannheim gerne die Koffer tragen ließen. Dafür war dann aber die geplante S-Bahn nach Sandhausen Geschichte und mit der nächsten Möglichkeit ging es daher erstmal bis Heidelberg. Ohne große Alternative wurde zum Weitertransport dann das Taxi gewählt – eine weise Entscheidung wie sich später heraus stellen sollte, denn von der S-Bahn Station Sandhausen wäre man nach Aussage des netten Taxifahrers nie weggekommen (daher wurde auf dem Rückweg übrigens die Variante Bus mit Umstieg auf die Straßenbahn und abschließendem Fußmarsch nach Heidelberg gewählt). Aber immerhin wurde das Hardtwaldstadion pünktlich zum Anpfiff erreicht.

       

Und auch das Spiel passte sich irgendwie nahtlos in den Abend ein: Bei strömendem Regen, Temperaturen knapp über 0 Grad und eisigem Wind sahen die wenigen Zuschauer ein schwaches Spiel zweier abstiegsbedrohter Mannschaften mit klaren Vorteilen für die Gastgeber. Das erste Tor erzielten jedoch die Gäste durch Halfar, der mit einem schönen Distanzschuss direkt nach der Pause den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Die weiterhin überlegenen Sandhausener brauchten danach noch bis zur 80. Minute, ehe ihnen der mehr als verdiente Ausgleich gelang. Bezeichnenderweise fiel der Treffer allerdings nicht aus dem Spiel heraus, sondern durch einen von Löning verwandelten Foulelfmeter in der 80. Minute (Wacker-Keeper Vollath hatte zuvor den eingewechselten Öztürk gelegt). Danach ging es zwar weiter nur in Richtung Gästetor, am Ende aber blieb es bei einem Unentschieden, mit dem die Gäste aus Burghausen weitaus besser leben können als der SVS. Fazit: Ein mäßiges Spiel zweier Teams, bei denen mit Mario Basler und Pavel Dotchev die Stars an der Linie stehen und festgestellt, dass man für den Punkt in Sandhausen tatsächlich bis zum Arsch der Welt muss...

Die Heimat des SV Sandhausen 1916 ist das 1951 - in einem Waldstück am Ortsausgang von Sandhausen - erbaute Hardtwaldstadion. Mit seinem aktuellen Fassungsvermögen von 10.231 Plätzen gehört das Stadion zu den Kleineren in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, erfüllt aber alle durch die DFL gestellten Auflagen. Die Hingucker in diesem schmucken reinen Fußballstadion sind, neben den schönen Kassenhäuschen am Haupteingang, die beiden überdachten Tribünen: Die 1988 fertig gestellte Haupttribüne mit 454 Sitzplätzen und die zum Aufstieg in die dritte Liga im Sommer 2008 errichtete Hintertortribüne aus Stahlrohr für 2.500 Zuschauer. Als Stehplätze dienen beide Längsseiten und die zweite Hintertorseite, wobei für Gästefans bei Bedarf nicht nur ein Block auf der neuen Stahlrohrtribüne, sondern auch die gesamte Gegengerade (Block C) vorgesehen ist. Zudem verfügt man hier über eine zweitligataugliche Flutlichtanlage, eine kleine Videowand und ein nagelneues VIP-Gebäude hinter der Haupttribüne. Der Zuschauerrekord resultiert übrigens aus der Partie im DFB-Pokal Viertelfinale am 21.12.1985 gegen Lüdenscheid-Nord. Damals kamen rund 10.000 Zuschauer ins Hardtwaldstadion.

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