05.12.2010: Fortuna Düsseldorf – Karlsruher SC - 1 : 0 (1 : 0)

ESPRIT arena, Arena Straße 1, 40474 Düsseldorf

Tore: 1:0 Rösler (8.)

Zuschauer: 20.095

Food: Beim neunten Besuch seit dem Bau der Arena fiel die Wahl diesmal auf eine Bratwurst im Brötchen. Und diese war - wenn auch nicht mehr ganz warm – geschmacklich ausgezeichnet. Und das, obwohl die Wurst auch hier - ähnlich wie in Hamburg oder Bochum - von einem namhaften Gross-Caterer kommt.

     

Heiß auf Fußball und nix im Angebot? So kam es mir heute fast vor, denn die eigentlich ins Auge gefassten Amateurspiele in NRW fielen allesamt dem Wetter zum Opfer. Da dann auch noch die Alternative Ahlen gegen Rostock abgesagt wurde, ging es schließlich mal wieder zur Fortuna nach Düsseldorf. Die Fortuna – überraschend schwach in die Saison gestartet - empfing dabei am 15. Spieltag der 2. Bundesliga als Tabellenvierzehnter den aktuell nochmal zwei Plätze schlechter platzierten Karlsruher SC mit seinem neuen Übungsleiter Uwe Rapolder. Und am Ende einer sehr intensiv geführten Partie, in der das entscheidende Tor für die Fortuna durch Rösler bereits nach 8. Minuten fiel, holten sich die Hausherren drei glückliche Punkte gegen ein Team aus Karlsruhe, das speziell in der zweiten Halbzeit nicht den Eindruck eines Abstiegskandidaten machte und durchaus einen Punkt verdient gehabt hätte. Die Düsseldorfer bleiben somit auch nach dem 15. Spieltag als einziger Zweitligist ohne Unentschieden (bei 6 Siegen und 9 Niederlagen) und nähern sich langsam der oberen Tabellenhälfte. Der KSC dagegen verbleibt mit 13 Punkten auf dem Relegationsplatz.

       

Die kühle und unpersönliche Düsseldorfer ESPRIT arena (bis 2009 LTU arena) entstand für rund 218 Millionen Euro an Stelle des alten Rheinstadions und wurde offiziell am 18. Januar 2005, mit einem Spiel der Düsseldorfer Fortuna gegen den FC Bayern München, eingeweiht. Die Multifunktionsarena besitzt ein schließbares Dach, zwei Videowände - die nach meinem Empfinden allerdings zu hoch unter dem Dach angebracht sind - und eine Heizanlage, die auch bei Außentemperaturen von bis zu -5 °C eine Innentemperatur von mindestens 15 °C ermöglicht. Bei Fußballspielen beträgt das Fassungsvermögen inzwischen 54.600 Zuschauer, darunter auch 9.917 Stehplätze, die zur Saison 2010/11 durch den Umbau von Sitz- in Stehplätze im Heim- und Gästebereich entstanden. Da die volle Auslastung aber durch die aktuellen Nutzer nur recht selten erreicht wird, hat man sich etwas ganz Spezielles einfallen lassen: Die Sitze in der Arena sind nur scheinbar unsortiert in verschiedenen bunten Farben angebracht. Tatsächlich beruht die Verteilung der farbigen Sitzschalen auf einem exakten Plan des Architekten. Das hat zur Folge, dass das Stadion auch bei mäßig besetztem Publikum in einer Fernsehübertragung einen gut gefüllten Eindruck macht (z.B. beim unattraktiven Ligapokal…). Merkwürdig sind übrigens die Aufgangstreppen im Unterrang, welche - obwohl die Traversen das Standardmaß von 80 cm Tiefe und 40 cm Höhe aufweisen - nicht eine, sondern zwei Zwischenstufen haben. Nicht nur bei großen Füßen mehr als irritierend. Aufgrund der Modernisierung der BayArena trug neben dem Team der Fortuna übrigens auch die "Werkself" von Bayer 04 ihre Rückrundenspiele der Saison 2008/09 hier aus.

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