09.10.2010: HSV Hilal Duisburg 1985 – Rot-Weiss-Essen - 0 : 2 (0 : 2)

Leichtathletikstadion Duisburg, Margaretenstraße 18-20, 47055 Duisburg

Tore: 0:1 Kerim Avci (17.), 0:2 Kerim Avci (34.)

Zuschauer: 600

Food: Super leckeres Döner...

     

Ohne große Mühe, aber auch relativ glanzlos hat Rot-Weiss Essen die dritte Runde im Niederrheinpokal erreicht. Dem Tabellenführer der NRW-Liga, der nicht in Bestbesetzung antrat, reichte dabei gegen den Kreisligisten aus Duisburg vor knapp 600 Zuschauern ein guter erster Durchgang, in dem Kerim Avci beide Treffer erzielte. Mann des Tages war allerdings Hilal-Torhüter Mustafa Botge, der sich – trotz recht kräftiger Statur – durch gute Paraden auszeichnete und seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewahrte. Abgerundet wurde ein schöner Nachmittag durch das tolle Wetter und einen gut aufgelegten Stadionsprecher, der neben den Toren und Auswechselungen auch jede Verwarnung und sogar gelungene Spielszenen kommentierte. Und auch der fehlende Bierstand ließ sich letztlich irgendwie verschmerzen...

       

Bereits kurz nach der Auslosung der zweiten Runde im Diebels-Niederrheinpokal war klar, dass der Hochfelder Sportverein Hilal Duisburg sein Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen aufgrund des zu erwartenden Zuschauerandrangs nicht auf der heimischen BSA Wedau II, sondern im ebenfalls zum Sportpark Wedau gehörenden Leichtathletikstadion austragen würde. Dieses entstand zwischen März 2006 und August 2007 anstelle der ehemaligen Fugmann-Kampfbahn und dient den Duisburger Leichtathleten als Ersatz für die durch den Umbau des Wedaustadions in eine reine Fußball-Arena entfallenen Anlagen. Das Leichtathletikstadion verfügt über ein Rasenspielfeld mit 8 Rundlaufbahnen, die üblichen Anlagen wie Sprungkissen, Wassergraben etc. und eine Flutlichtanlage mit vier Masten (120 Lux). Für die Zuschauer stehen insgesamt 993 überdachte Sitzplätze auf der Westtribüne, 10 Behinderten- und Rollstuhlplätze, 464 nicht überdachte Sitzplätze auf der Osttribüne und weitere 1.215 Stehplätze zur Verfügung, womit die Gesamtkapazität exakt 2.682 Plätze beträgt. Insgesamt eine ganz ordentliche Anlage mit dem üblichen Nachteil, dass die Zuschauer zu weit vom Spielfeld entfernt sind - dafür jedoch mit einer durchaus gelungenen Sitztribüne. Und auch der moderne Haupteingang am Kalkweg weiß zu gefallen.

Die Fugmann-Kampfbahn: Nach der Besetzung des linksrheinischen Friemersheim durch französische Truppen nach dem 1. Weltkrieg bekam der Sportverein Borussia Friemersheim als Übergangslösung die Fläche der späteren Kampfbahn als Sportplatz zugewiesen. Dieser Platz auf dem Areal des 1926 eröffneten Sportparks - schon bald nur noch Borussia-Platz genannt - wurde dann im Jahre 1921 in Rekordzeit ausgebaut, damit der Duisburger Spielverein sein DM-Endrundenspiel gegen den Hamburger Sportverein dort austragen konnte (auf seinem eigenen Platz an der Rheintörchenstraße durfte der DSV nicht spielen, da ein neutraler Platz vorgeschrieben war und sich das Wedaustadion zu diesem Zeitpunkt noch im Bau befand). Zum Spiel gegen den HSV strömten letztlich 18.000 Zuschauer, die sich in einem Stadion ohne echte Stehränge oder Sitzplätze drängten, denn erst 1954 wurde die Fugmann-Kampfbahn (so wurde die Anlage dann benannt) mit Stehrängen versehen und erreichte ein Fassungsvermögen von ca. 10.000 Zuschauern. Eine Tribüne besaß die Fugmann-Kampfbahn übrigens nie...

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