08.08.2010: ETB SW Essen - Alemannia Aachen - 1 : 2 (0 : 2)

Stadion Uhlenkrug, Am Uhlenkrug 40, 45133 Essen

Tore: 0:1 Höger (26.), 0:2 Losing (42., Eigentor), 1:2 Westerhoff (81.)

Zuschauer: 2.960

Food: Sehr schmackhafte Bratwurst, sicherlich eine der Besten in der NRW-Liga...

     

In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2010/11, für die sich der ETB Schwarz-Weiss Essen bekanntlich durch den Derbysieg im Endspiel des letztjährigen Niederrheinpokals gegen den Rivalen Rot-Weiß Essen qualifizieren konnte, blieb das erhoffte große Los für den ETB aus. Anstelle eines der richtig „Großen“ gab sich aber „nur“ die Aachener Alemannia die Ehre. Doch auch gegen den Zweitligisten war für den ETB das Abenteuer DFB-Pokal nach der ersten Runde beendet. Denn im ersten Pflichtspiel dieser beiden Mannschaften seit der Saison 1977/78 (damals in der 2. Bundesliga Nord) gewann die Alemannia am Ende etwas glücklich mit 2:1 und freut sich nun in der nächsten Runde auf den Erstligisten FSV Mainz 05. Bei strömendem Regen sahen die Zuschauer am Uhlenkrug ein durchaus ansehnliches Spiel, in dem über weite Strecken nicht wirklich ein 3-Klassen-Unterschied zu sehen war. Ganz im Gegenteil – nach dem Anschlusstreffer des ETB kurz vor Schluss warfen die Gastgeber noch mal alles nach vorne, brachten die Gäste tatsächlich die letzten Minuten in arge Bedrängnis, schafften es aber nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen. Bester Mann auf dem Platz war übrigens der Essener Torhüter Tobias Ritz, der mit seinen zahlreichen Paraden maßgeblichen Anteil daran hatte, dass das Spiel bis zum Schluss offen blieb.

       

Das Stadion Uhlenkrug wurde im Jahre 1922 errichtet und galt zu dieser Zeit - bei einem Fassungsvermögen von 35.000 Zuschauern - als eines der modernsten Stadien in Westdeutschland. Im zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, wurde es zwischen 1945 und 1947 wieder aufgebaut und im Jahre 1973 vom Verein an die Stadt Essen verkauft. Seit dem freiwilligen Rückzug des ETB aus der zweiten Bundesliga und der verbundenen Rückkehr aus dem ungeliebten Domizil Grugastadion im Jahre 1978, blieb der Uhlenkrug mit seiner kleinen Haupttribüne (ca. 1.500 Sitzplätze), nur einer ausgebauten Kurve und der imposanten Gegengeraden mit rund 50 Stehtraversen (zusammen ca. 23.500 Stehplätze) nahezu unverändert. Das allerdings hat sich nun innerhalb kurzer Zeit - aufgrund der im Zulassungsverfahren für die neue NRW-Liga 2008/2009 erteilten Auflagen - grundlegend geändert. So ist der ehemalige Oberrang der Gegengeraden verschwunden, der Gästeblock mit eigenem Eingang ist fertig und die Stehplatzbereiche haben neue Wellenbrecher, Toiletten und einen Zaun erhalten. Außerdem ist nun die zweite Kurve mit ihrem Graswall für Zuschauer gesperrt. Das aktuelle Fassungsvermögen beträgt daher nur noch rund 10.000 Zuschauer, wobei ich mir nicht sicher bin, wo man – mit Blick auf die heutige „offizielle“ Zuschauerzahl von knapp 3.000 – noch 7.000 Zuschauer unterbringen will. Und auch die nächsten Umbaumaßnahmen wurden bereits vom Sportausschuss der Stadt Essen genehmigt und liegen wohl nur noch aufgrund der aktuellen Haushaltssituation auf Eis. Zunächst wird das bestehende Rasenspielfeld verlegt, es rückt unmittelbar "in die Ecke" der modernisierten Stehplätze, also sowohl an die Gegengerade als auch an den Bereich der Kurve neben der Straße "Am Uhlenkrug" heran. Die altehrwürdige Sitztribüne verschwindet und direkt am Spielfeld wird eine neue moderne Tribüne mit erweitertem Fassungsvermögen errichtet. Durch die beiden genannten Maßnahmen entstehen im Bereich der alten "Rasenkurve" und des jetzigen Aschenplatzes erhebliche Freibereiche, die dann auch entsprechend genutzt werden: Ein Kunstrasenplatz mit normgerechten Abmessungen ersetzt das kleine Aschenfeld hinter der jetzigen Sitztribüne und eine weitere Kunstrasenfläche - für den ganzjährigen Trainingsbetrieb - entsteht im nördlichen Geländebereich. Was davon tatsächlich umgesetzt werden kann, wird sich zeigen...

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