09.06.2010: SV 09/35 Wermelskirchen - SV Uedesheim - 0 : 2 (0 : 1)

Eifgen-Stadion, Eifgen 1, 42929 Wermelskirchen

Tore: 0:1 Koziatek (30.), 0:2 Koziatek (71.)

Zuschauer: 200

Food: Lecker Bratwurst vom Gasgrill, dazu ein Kölsch...

     

Beim wirklich allerletzten Spiel der Saison 2009/10 bestand doch tatsächlich sogar noch die Qual der Wahl, da sowohl in der Auf- als auch in der Abstiegsrunde der Landesliga Niederrhein die entscheidenden Spiele anstanden. Dabei entschied ich mich letztlich gegen das vermutlich attraktivere Match um den Aufstieg in die Niederrheinliga zwischen Union Nettetal und dem SSV Sudberg und wählte – hauptsächlich wegen des für mich neuen Stadions - das Abstiegsendspiel in Wermelskirchen. Hier traf der SV Wermelskirchen (Landesliga Gruppe 1) auf den SV Uedesheim (Landesliga Gruppe 2) – beide nach dem letzten Spieltag auf dem Platz 14 in Ihrer Gruppe und damit eigentlich als Absteiger feststehend. Da jedoch in der Relegation der Landesliga-Tabellenzweiten ein zusätzlicher Aufsteiger in die Verbandsliga Niederrhein ermittelt wurde, konnte auch ein weiteres Team in der Landesliga verbleiben. Somit traten also die Tabellen-Vierzehnten der drei Landesligen – dritter im Bunde war der TuS Fichte Lintfort aus der Landesliga 3 – gegeneinander an, um einen Glücklichen zu ermitteln, der doch in der Klasse verbleiben darf.

       

Nach dem 1:0-Sieg des SV Uedesheim über Fichte Lintfort im ersten und dem 4:0-Sieg der Lintforter über Wermelskirchen im zweiten Spiel ging es eigentlich nur um die Frage ob Uedesheim oder Lintfort die Klasse halten würden. Denn die Wermelskirchener hätten heute mit mit sieben Toren Differenz gegen Uedesheim gewinnen müssen, während den Gästen ein Punkt bereits zum Klassenerhalt gereicht hätte. Bei einem Sieg des SV Wermelskirchen jedoch wäre wohlmöglich Fichte Lintfort der lachende Dritte gewesen. So war es auch nicht verwunderlich, dass im Stadion Sympathisanten aller drei Clubs vertreten waren. Und die sahen zwar ein Heimteam, das gegenüber der 0:4-Schlappe in Lintfort deutlich verbessert auftrat, den starken Gästen aus Uedesheim trotzdem letztlich verdient mit 0:2 unterlag und sich somit in der kommenden Saison – wie auch Fichte Lintfort - in der Bezirksliga wiederfinden. Die Elf aus Neuss hingegen feierte nach dem Spiel ausgiebig den Verbleib in der Landesliga.

Mit dem idyllisch im Wald gelegenen und auf drei Seiten praktisch in die Hänge hinein gebauten Eifgen-Stadion verfügt der SV 09/35 Wermelskirchen über eine Anlage, die sicherlich Verbandsliganiveau besitzt. Nachdem man den großzügigen Eingangsbereich mit zwei Kassen passiert hat, gelangt man über eine breite Treppe hinunter ins Stadion. Zur Linken befindet sich dann das Vereinsheim, welches auch die Umkleidekabinen beherbergt, zur Rechten die erhöht angeordnete überdachte Tribüne. Diese verfügt sowohl über Steh- als auch Sitzplätze und ihre Anordnung lässt vermuten, dass man bei Bedarf in dem bepflanzten Bereich unterhalb der Tribüne weitere Stehtraversen anlegen könnte. Eine Kurve ohne Ausbau steht den Zuschauern zur Verfügung, die Gegengerade und die zweite Kurve – hier reichen die Felswände zum Teil bis an die Absperrung heran - sind nicht zugänglich. Man spielt auf einem gepflegten Naturrasen, der von einer Aschebahn umgeben ist und auch eine Flutlichtanlage ist vorhanden, wobei die Lichtleistung der sechs flachen Masten allerdings das Prädikat unterirdisch verdient. Die Kapazität des im Jahre 1957 erbauten Stadions liegt bei knapp 3.000 Zuschauern und wurde mindestens schon einmal erreicht - bei der WM der Menschen mit Behinderung im Spiel um Platz 9 zwischen den Mannschaften von Portugal und Polen (Endstand 4:0). Bei Spielen mit größerem Zuschauerzuspruch wird aufgrund der begrenzten Parkmöglichkeiten im Stadion sogar ab und an der etwas erhöht liegende Ascheplatz als Parkplatz genutzt – dies allerdings nur bei trockener Witterung...

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