22.04.2010: Hamburger Sportverein - Fulham FC - 0 : 0

HSH Nordbank Arena, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg

Tore: Fehlanzeige...

Zuschauer: 49.171

Food: Bei der riesigen Auswahl an Verpflegungsständen kann man in Hamburg mit Fug und Recht von einer Fressmeile sprechen. Denn hier gibt es neben den typischen Fischbrötchen auch Dönertaschen, Hot Dogs, Bratwürstchen, Crêpes, Pommes Frites, Brezeln, Laugenstangen und sogar einen Stand mit Süßigkeiten für den Nachwuchs. Alles schön getrennt, um lange Schlangen zu vermeiden - vorbildlich. Wir entschieden uns übrigens für das Döner - ich sogar zweimal ;-)

     

Nachdem die Reise mit den Cottagers zur Viertelfinalpartie der Europa League in Wolfsburg an der für uns blöden Terminansetzung scheiterte (genau in der Woche des Spiels beim noch amtierenden deutschen Meister waren wir auf der Insel) war klar, dass das Hinspiel im Halbfinale beim HSV nicht ohne uns stattfinden sollte. Die Versorgung mit den begehrten Tickets erfolgte über Marco, einen Arbeitskollegen aus Hamburg (vielen Dank noch mal von hier aus und nicht traurig sein, falls die „Operation Rathausmarkt“ kein glückliches Ende findet…). Und so ging es am frühen Nachmittag mit dem Auto Richtung Hamburg, welches trotz geschätzter 50 Baustellen auf der Autobahn 1 so frühzeitig erreicht wurde, dass nach dem Abholen der Tickets sogar noch mehr als ausreichend Zeit für den Besuch des HSV-Museums war...

       

Das Spiel war - im Gegensatz zur zügigen Hinfahrt - eine eher zähe Angelegenheit und konnte leider zu keinem Zeitpunkt den Erwartungen gerecht werden. Denn das Team von Roy Hodgson präsentierte sich nach einer 17-stündigen Busfahrt als Folge der Vulkanaschenposse mit der bekanntermaßen defensiven Grundeinstellung für Auswärtsspiele und der HSV fand dagegen nie wirklich ein geeignetes Mittel. Die Gastgeber waren zwar über weite Teile spielbestimmend, blieben aber regelmäßig in der exzellent stehenden Abwehr der Gäste hängen. Und die wenigen Chancen, die man sich erspielte, wurden dann vom hervorragenden Gäste-Torhüter Mark Schwarzer zunichte gemacht macht. Fast schon logischerweise endete die Partie daher mit einem torlosen Remis und läßt somit beiden Teams die Chance auf den Einzug ins Finale. Wenn auch das Rückspiel am Ufer der Themse sicherlich eine heiße Sache werden dürfte...

       

Die HSH Nordbank Arena - von Ihrer Eröffnung am 30. Juni 2001 bis ins Jahr 2007 AOL Arena genannt - wurde bei laufendem Spielbetrieb anstelle des ehemaligen Volksparkstadions errichtet. Dieses galt bis zum Umbau, der im Juni 1998 begann, unter Fußball-Fans als eines der unbeliebtesten Stadien Deutschlands, weil in seinem weiten Rund kaum Stimmung aufkam und man sich nicht selten auf den ungeschützten Gäste-Stehplätzen den Tod holte. Und da spreche ich aus Erfahrung… Der Neubau wurde gegenüber der alten Spielstätte um 90 Grad gedreht, wobei nicht nur die berühmt-berüchtigte Westkurve - bis dahin Heimat der HSV-Fans - verschwand, sondern auch die Kapazität von 61.418 (28.618 Sitz- und 32.800 Stehplätze) auf 57.000 (47.000 Sitz- und 10.000 Stehplätze) sank. Für internationale Spiele, bei denen eine reine Sitzplatzbestuhlung vorgeschrieben ist, verringert sich die Kapazität der Arena nochmals auf etwa 51.750 Plätze. Aktuelle Pläne, das Fassungsvermögen bis zum Start der Bundesliga-Saison 2010/2011 auf mehr als 61.000 Plätze zu erweitern und den Hospitality-Bereich zu vergrößern, wurden aufgrund der derzeitigen Wirtschaftskrise vorerst verschoben. Aber auch so präsentiert sich das von der UEFA mit fünf Sternen ausgezeichnete Stadion mit seiner imposanten Dachkonstruktion, den steilen Oberrängen, 50 Logen, 3.400 Business Sitzen, den zwei Videowänden und dem integrierten HSV-Museum als absolutes Schmuckkästchen. Und die Vergabe des UEFA Euro League Finales 2010 nach Hamburg ist daher sicherlich auch kein Zufall. Ab dem 1. Juli 2010 ändert sich übrigens der Name erneut: Die HSH Nordbank wird aufgrund der Finanzkrise die Namensrechte, die ursprünglich bis 2013 vertraglich vereinbart waren, vorzeitig abgeben. Nach dem Ausstieg des Geldhauses wird das Unternehmen Imtech ab Sommer 2010 für sechs Jahre neuer Namensgeber des WM-Stadions von 2006 (der HSH-Schriftzug auf dem Dach der Arena war heute übrigens schon verschwunden…).

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