22.11.2009:   Hamburger Sportverein - VfL Bochum 1848 - 0 : 1 (0 : 0)

HSH Nordbank Arena, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg

Tore: 0:1 Grote (77.)

Zuschauer: 53.838

Food: Überraschend würzig und lecker für die Wurst eines namhaften Groß-Caterers...

       

Eine Station mit der S-Bahn und schon war das dritte und letzte Spiel der Tour erreicht. Und auch dieses war nicht wirklich ein Reißer: Trotz klarer Überlegenheit und mehrerer hundertprozentiger Chancen in der ersten Hälfte - Joris Mathijsen traf sogar für die Rothosen, doch Schiedsrichter Günter Perl gab den Treffer des Niederländers nicht - unterlag der Hamburger SV zum Abschluss des 13. Spieltages der grauen Maus aus Bochum mit 0:1. Den Treffer für die äußerst defensiv agierenden Gäste erzielte der eingewechselte Dennis Grote in der 77. Minute nach einem Konter. Also ein maximaler Ertrag des VfL, der sich in der Schlussphase nur noch auf die Defensive besann, den knappen Vorsprung verteidigte und in dieser Verfassung aber mit Sicherheit ein heißer Kandidat auf den Abstieg bleibt…

Die HSH Nordbank Arena - von Ihrer Eröffnung am 30. Juni 2001 bis ins Jahr 2007 AOL Arena genannt - wurde bei laufendem Spielbetrieb anstelle des ehemaligen Volksparkstadions errichtet. Dieses galt bis zum Umbau, der im Juni 1998 begann, unter Fußball-Fans als eines der unbeliebtesten Stadien Deutschlands, weil in seinem weiten Rund kaum Stimmung aufkam und man sich nicht selten auf den ungeschützten Gäste-Stehplätzen den Tod holte. Und da spreche ich aus Erfahrung… Der Neubau wurde gegenüber der alten Spielstätte um 90 Grad gedreht, wobei nicht nur die berühmt-berüchtigte Westkurve - bis dahin Heimat der HSV-Fans - verschwand, sondern auch die Kapazität von 61.418 (28.618 Sitz- und 32.800 Stehplätze) auf 57.000 (47.000 Sitz- und 10.000 Stehplätze) sank. Für internationale Spiele, bei denen eine reine Sitzplatzbestuhlung vorgeschrieben ist, verringert sich die Kapazität der Arena nochmals auf etwa 51.750 Plätze. Aktuelle Pläne, das Fassungsvermögen bis zum Start der Bundesliga-Saison 2010/2011 auf mehr als 61.000 Plätze zu erweitern und den Hospitality-Bereich zu vergrößern, wurden aufgrund der derzeitigen Wirtschaftskrise vorerst auf das Frühjahr 2010 verschoben. Aber auch so präsentiert sich das von der UEFA mit fünf Sternen ausgezeichnete Stadion mit seiner imposanten Dachkonstruktion, den steilen Oberrängen, 50 Logen, 3.400 Business Sitzen, den zwei Videowänden und dem integrierten HSV-Museum als absolutes Schmuckkästchen. Und die Vergabe des UEFA Euro League Finales nach Hamburg ist daher sicherlich auch kein Zufall. Ab dem 1. Juli 2010 ändert sich übrigens der Name erneut: Die HSH Nordbank wird aufgrund der Finanzkrise die Namensrechte, die ursprünglich bis 2013 vertraglich vereinbart waren, vorzeitig abgeben. Nach dem Ausstieg des Geldhauses wird das Unternehmen Imtech für sechs Jahre neuer Namensgeber des WM-Stadions von 2006.

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