28.10.2009:   FC Erzgebirge Aue - FC Rot-Weiß Erfurt - 2 : 0 (1 : 0)

Erzgebirgsstadion, Lößnitzer Straße 95, 08280 Aue

Tore: 1:0 Ramaj (9.), 2:0 Hochscheidt (83.)

Zuschauer: 10.500

Food: Richtig leckere Bratwurst...

       

Zum Abschluss der Wochenendtour durch Böhmen und Sachsen ging es - nach einer Nacht in einem Dorf namens Geyer - ohne Handyempfang, dafür aber mit echtem Ostalgie-Flair - zum sächsisch-thüringischen Duell zwischen dem FC Erzgebirge Aue und Rot-Weiß Erfurt.

       

Und hier - in einem umkämpften und teilweise überharten Duell - bezwang der FC Erzgebirge das Team aus Erfurt vollkommen verdient mit 2:0. Trotz der äußerst widrigen Bedingungen - zeitweise heftigem Regen und sehr tiefem Boden - entwickelte sich vor den knapp zehntausend Zuschauern ein hochinteressantes Match, in dem die Gastgeber früh durch Ramaj in Führung (9.) gingen und zur Pause auch durchaus höher hätten führen können. Die Gäste aus Erfurt versteckten sich zwar nicht, der Mannschaft von Trainer Rainer Hörgl fehlte jedoch die letzte Konsequenz im Angriff. Allerdings hatten die Erfurter auch Glück, dass Schiedsrichter Eduard Beitinger zwei vermeintliche Tätlichkeiten in der ersten Hälfte übersah, beziehungsweise nur mit Gelb bestrafte. In der zweiten Hälfte mussten beide Teams dem tiefen Geläuf Tribut zollen, Hochscheidt sorgte mit einem sehenswerten Treffer in der 83. Minute für die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber. Aue klettert durch diesen Sieg in der Tabelle der dritten Liga auf den zweiten Rang, Erfurt bleibt weiter im Mittelfeld hängen.

       

Das Erzgebirgestadion wurde 1950 unter Mitwirkung von sowjetischen Soldaten und Kumpels der Wismut AG erbaut. Zunächst als reines Sitzplatzstadion mit einem Fassungsvermögen von 25.000 Zuschauern ausgelegt, verfügte es zu dieser Zeit nur über eine kleine überdachte Holztribüne. Im Laufe der 60er Jahre verwandelte man dann die beiden Kurven in Stehplatzbereiche, was man auch heute noch schön an Abstand und Höhe der Stufen erkennen kann. In den siebziger Jahren musste dann die alte Holztribüne der heutigen Haupttribüne weichen. Die imposanten Flutlichtmasten wurden 1992 errichtet und die Videowand aus dem ehemaligen Gelsenkirchener Parkstadion wurde im Jahre 2004 eingeweiht. Das bis 1991 nach dem alten SED-Kämpen Otto Grotewohl benannte Stadion, mit seiner ungewöhnlichen lilafarbenen Tartanbahn, präsentiert sich daher heute in einem hervorragenden Zustand und verfügt aktuell über eine Kapazität von 16.500 Plätzen (5.319 überdachte Sitzplätze, 4.911 nicht überdachte Sitzplätze und 6.270 nicht überdachte Stehplätze).

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