26.08.2009:   VfB Stuttgart - FC Timisoara - 0 : 0

Mercedes-Benz Arena, Mercedesstraße 87, 70372 Stuttgart

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 27.500

Food: Diesmal war genug Zeit und die Wahl fiel auf eine recht fettige Pizza Salami…

     

Durch ein nie gefährdetes Unentschieden gegen den FC Timosoara hat der VfB Stuttgart zum dritten Mal die Gruppenphase der Champions League erreicht. Die Schwaben, die bereits das Hinspiel in Rumänien mit 2:0 gewonnen hatten, taten sich gegen harmlose Gäste – diese befanden sich fast ausnahmslos in der Defensive und hofften auf Konter – besonders vor dem Tor schwer und sollten sich im Sturm daher schnellstens noch mal verstärken, wenn man in Bundesliga und Champions League tatsächlich mitreden möchte. Bei der anstehenden Auslosung der CL-Gruppenphase in Monaco werden die Schwaben nun in einem Topf mit Vereinen wie Atletico Madrid, Olympique Marseille und Dynamo Kiew eingruppiert und müssen daher mit mindestens zwei dicken Brocken als Gegner rechnen. Dafür kann man nun allerdings auch auf bis zu 20 Millionen Euro – allein aus der Gruppenphase – hoffen.

       

Die heutige Mercedes-Benz Arena hat eine durchaus bewegende Geschichte zu erzählen: 1933 als Adolf-Hitler-Kampfbahn erbaut, trug es von 1945 bis 1949 den Namen Century Stadium/Kampfbahn, von 1949 bis 1993 hieß es kurz Neckarstadion, wurde dann in Gottlieb-Daimler Stadion umbenannt und heißt nun seit März 2008 Mercedes-Benz Arena. Den letzten großen Umbau erfuhr das kombinierte Leichtathletik- und Fußballstadion zwischen 1999 und 2005. In dieser Zeit wurde der zweite Rang der Haupttribüne abgerissen und durch einen neuen Oberrang ersetzt. Zwischen beiden Rängen befinden sich heute auch 44 der inzwischen obligatorischen Logen. Vor der Haupttribüne wurden ebenfalls ein Vorgebäude mit gastronomischen Einrichtungen und ein Parkhaus errichtet. In einem weiteren Bauabschnitt erhielt das Stadion unter anderem einen Oberrang für die Gegentribüne sowie zwei neue Anzeigetafeln. Bis zur letzten Saison betrug das Fassungsvermögen damit bei Bundesligaspielen 55.800, bei internationalen Spielen rund 53.000 Zuschauer. Doch seit der Sommerpause wird im „Ländle“ wieder „geschafft“: Das Spielfeld wurde um 1,30 Meter tiefer gelegt, die markante grüne Leichtathletiklaufbahn ist verschwunden und die komplette Untertürkheimer Kurve wurde abgerissen. Gleichzeitig erfolgte die Erweiterung der Haupttribüne um 5 neue Sitzreihen mit 1.360 und der Gegentribüne um sechs neue Reihen mit 1.560 Plätzen. Bis zur Fertigstellung der neuen Untertürkheimer Kurve zum Start der Saison 2010/11 verringert sich die Kapazität der Mercedes-Benz Arena damit auf rund 42.300 Fans. Der Zuschauerrekord für die Ewigkeit datiert übrigens aus dem Jahre 1950, als im Stadion das erste deutsche Nachkriegs-Länderspiel gegen die Schweiz von rund 103.000 Zuschauern gesehen wurde.

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