03.08.2009:   VfR 06 Neuss - SV 19 Straelen - 6 : 7 n. E. (0 : 0, 1 : 1)

Stadion an der Hammer Landstraße, Hammer Landstraße, 41460 Neuss

Tore: 0:1 Sebastian Clarke (60.), 1:1 Michael Röder (74.)

Zuschauer: 130

Food: Schmackhafte Bratwurst mit Toast - allerdings war Warten dafür angesagt

     

In der ersten Runde des Niederrheinpokals kam es an diesem Abend in Neuss zum Aufeinandertreffen des VfR 06 Neuss (Landesliga) und des SV 19 Straelen (Niederrheinliga). Und der Landesligist hielt sich gegen den klassenhöheren Gast mehr als gut und hätte das Spiel auch durchaus in der regulären Spielzeit für sich entscheiden können. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt: Trotz zahlreicher Chancen für die Hausherren gingen die klar schlechteren Gäste aus Straelen nach einer Stunde etwas überraschend in Führung. Durch Kapitän Michael Röder kam der VfR Neuss aber völlig verdient noch zum Ausgleich und erzwang eine Verlängerung. Diese blieb dann allerdings torlos und im undankbaren Elfmeterschießen unterlag man dann unglücklich den Gästen mit 5:6.

       

Das Stadion an der Hammer Landstraße wurde im Jahre 1919 erbaut und präsentiert sich heute in einem sehr guten und gepflegten Zustand. Und dies trotz früherer gelegentlicher Überflutungen durch Gevatter Rhein und schwerer Schäden während des Krieges - angeblich gab es hier 21 alliierte Bombentreffer, die sicherlich aber eher dem nahe gelegenen Hafengelände galten. So ist die aus dem Jahre 1923 stammende Sitzplatztribüne mit ihrem markanten Holzdach und den Bänken für 800 Zuschauer mehr als sehenswert. Und auch die 1978 erstellte überdachte Stehtribüne mit ihren rund 4.000 Plätzen ist mehr als ansehnlich. Nur die Kurven mit zum Teil 20 Stufen sind inzwischen mit Gras überwuchert, die Kantensteine teilweise nach vorne gekippt und an einigen Stellen haben sich die hier heimischen Kleinlebewesen eifrig mit der Unterwanderung der Kurven befasst. Und schade, dass der VfR Neuss nach einem Hoch in den 70er und 80er Jahren, in denen man sogar kurz an die Tür zur zweiten Bundesliga anklopfte, inzwischen bis in die Landesliga abgesackt ist. Diese Anlage mit einem ehemaligen Fassungsvermögen von knapp 12.000 Zuschauern hätte durchaus höherklassigen Fußball verdient.

Zurück