06.05.2009:   SV Schermbeck 1912 - SC Fortuna Köln - 4 : 3 (3 : 1)

Volksbank Arena, Im Trog 52, 46514 Schermbeck

Tore: 1:0 Duliman (14.), 2:0 Siebert (21. FE), 3:0 Siebert (27.), 3:1 Kruth (43.), 3:2 Halili (65.),
3:3 Dahmani (68.), 4:3 Siebert (74. FE)

Zuschauer: 150

Food: Wir entschieden uns für Steak und Pute im Brötchen und wurden nicht enttäuscht ;-)

     

In einem guten und zum Teil dramatischen Nachholspiel des 28. Spieltages schlug der SV Schermbeck die Kölner Fortuna an diesem Abend letztlich verdient mit 4:3 und schöpft neue Hoffnung im Kampf um den sportlichen Verbleib in der NRW-Liga. Speziell in der ersten Hälfte waren die Gastgeber klar spielbestimmend und führten durch Duliman (14.) und Siebert (21. und 27.) bereits 3:0. Erst Fortunas Torjäger Kruth erzielte mit einer feinen Aktion kurz vor der Pause den Anschlusstreffer und ließ für die Fortuna noch ein wenig Hoffnung aufkeimen. Und nach dem Seitenwechsel spielten tatsächlich auch erstmal nur die Gäste und glichen durch Halili und Dahmani aus. Doch per Konter schlug Schermbeck zurück: Torwart Möllering foulte Sascha Siebert im Strafraum und der verwandelte seinen zweiten Elfer eiskalt (74.) zum 4:3. Danach verlegte sich der SVS aufs Kontern, ließ die Kölner laufen und vergab mehrere gute Möglichkeiten zur endgültigen Entscheidung. So blieb es am Ende bei dem 4:3 Erfolg für den SVS und man wartet nun gespannt auf das Urteil des Verbandsgerichts zur verspäteten Abgabe der Lizensierungsunterlagen (siehe unten).

       

Der ehemalige Waldsportplatz - oder neu die "Volksbank Arena" - bis vor einigen Monaten noch ein typischer Sportplatz "auf dem Land" - mit gepflegtem Rasenplatz und umgeben von Aschenbahn und Bande hat sein Gesicht in den letzten Monaten erheblich gewandelt. Nicht nur, dass man am ehemaligen Grashang inzwischen eine Stehplatztribüne mit 10 Stufen für rund 1.900 Zuschauer inklusive abgetrenntem Gästeblock in Eigenregie errichtet hat, so steht auch der Bau einer kleinen überdachten Sitztribüne mit knapp 300 Plätzen auf der Gegengeraden kurz vor der Vollendung. Zusätzlich wurden die Kabinen vergrößert, eine Sprecherkabine installiert und der Rasenplatz mit einer Drainage versehen. Insgesamt gehört man somit zu den wenigen Vereinen, die kurzfristig die erteilten Auflagen für die neue NRW-Liga erfüllen konnten. Und das auch noch mit einem recht ansehnlichen Ergebnis und minimalem Kostenaufwand, der nach Aussagen des Vereins weniger als 150.000 Euro beträgt.

Ob man allerdings auch im kommenden Jahr in der NRW-Liga spielt, hängt nicht nur sportlich am seidenen Faden. Am Freitag folgt beim westdeutschen Fußballverband der gerichtliche Teil im SVS-Kampf an zwei Fronten. Das Verbandsgericht wird dann in letzter Instanz entscheiden, ob der SV Schermbeck aufgrund einer 15-minütigen Verspätung bei der Abgabe der Lizenzunterlagen in die Westfalenliga zwangsabsteigen muss. Eine Farce, wenn man die Bemühungen des SVS im Hinblick auf die Erfüllung der Verbandsauflagen z.B. zum Stadion mit denen anderer Vereine vergleicht, bei denen sich bis heute so gut wie nichts getan hat.

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