11.03.2009:   Wuppertaler SV Borussia - VfB Stuttgart II - 2 : 0 (1 : 0)

Stadion am Zoo, Hubertusallee 4, 42117 Wuppertal

Tore: 1:0 Tim Jerat (23.), 2:0 Tobias Damm (73.)

Zuschauer: 2.589

Bratwurst: Lecker, jedoch nicht ganz heiß. Dafür wurde sie auf Wunsch aber geschnitten

und zusammen mit leckeren Pommes gereicht...

   

Spielausfälle waren in diesem Winter bekanntlich wieder groß in Mode und brachten die Spielpläne - speziell in den unteren Ligen - gehörig durcheinander. Doch gerade die dann notwendigen Neuansetzungen unter der Woche haben oft auch Ihre positiven Seiten. Und so auch hier: Die heutige Partie des WSV gegen die Amateure des VfB Stuttgart wurde am 15. Februar - einem Sonntag - aufgrund eines neuerlichen Wintereinbruchs abgesagt und für diesen Mittwochabend neu angesetzt. Somit ergab sich eine willkommene außerplanmäßige Abendbeschäftigung, verbunden mit Currywurst & Pommes und neuen Bildern vom fortschreitenden Umbau des Stadions am Zoo.

Die Vorzeichen für den Wuppertaler SV vor dieser Partie waren alles andere als gut: Fünf der letzten sechs Partien verlor das Team des erst im Winter als Ersatz für Christoph John zum zweiten Mal als WSV-Coach verpflichteten Uwe Fuchs (dieser schoss übrigens den FC Middlesbrough 1995 zum Aufstieg in die Premier League, ist seitdem für die „Boro“-Fans ein Held und wurde sogar zu ihrem Lieblingsspieler gewählt – noch vor Jimmy Floyd Hasselbaink!!!).

       

Wenn auch die Qualität des Spiels eher zu Wünschen übrig ließ, so standen am Ende doch drei verdiente Punkte für den WSV im Kampf gegen den drohenden Abstieg und der Sprung auf Platz 18 in der Tabelle. Mann des Tages war dabei WSV-Angreifer Tobias Damm, der mit einer glänzenden Vorarbeit auf Tim Jerat das 1:0 vorbereitete und nach einem schönen Alleingang das 2:0 selbst erzielte. Stuttgart drängte danach zwar vehement auf den Anschlusstreffer und zeigte dann auch die eigentlich von Beginn an erwartete spielerische Überlegenheit, konnte das Spiel gegen die kampfstarken Wuppertaler, die sich am Ende voll und ganz auf die Defensivarbeit konzentrierten, letztendlich nicht mehr drehen.

Das traditionsreiche "Stadion am Zoo" wurde 1924 unter dem Namen "Bergisches Stadion" oder auch "Elberfelder Stadion" eröffnet. Mit seiner ehemals imposanten Radrennbahn, dem Restaurant - nach der Restaurierung nun von einem Sportgeschäft und dem Sport- und Bäderamt Wuppertal genutzt - und der 1995 erneuerten Haupttribüne mit ihrer denkmalgeschützten Schildwand zählt es zu den interessantesten Stadien in Deutschland und bot in seinen besten Zeiten Platz für bis zu 38.000 Zuschauer (offizieller Rekord aus dem Bundesligaspiel des Wuppertaler SV gegen den FC Bayern München im Jahre 1974). Seit dem letzten Umbau von 2007 bis 2008 gehören nun auch die alte Radrennbahn und die überhöhten Stehränge hinter den Toren endgültig der Vergangenheit an. An deren Stelle wurden direkt hinter den Toren auf der ehemaligen Aschenbahn - nach Vorbild des Zentralstadions in Leipzig - Stehtribünen für jeweils 4.800 Zuschauer geschaffen. Die erste Tribüne wurde Mitte Februar 2008 fertig gestellt und beim Heimspiel des Wuppertaler SV gegen Rot-Weiß Ahlen eingeweiht, die Gästetribüne folgte Mitte Juni 2008 im Testspiel gegen den Bundesligisten 1. FC Köln. Ein Neubau der Gegengerade war in einem zweiten Bauabschnitt ebenfalls angedacht, allerdings gibt es hier noch keinen festen Termin. In diesem Zusammenhang würden dann wohl auch die beiden Ecken geschlossen und so die Stehtribünen um weitere 1.700 auf insgesamt 6.500 Stehplätze erweitert. Weiterhin ist eine spätere Überdachung, sowie eine Umwandlung in Sitzplätze möglich. Zusammen mit den 5.000 überdachten Sitzplätzen der Haupttribüne beläuft sich das Fassungsvermögen nun auf ca. 20.000 Zuschauer und dürfte - bei einem aktuellen Zuschauerschnitt von weniger als viertausend in der neuen 3. Liga - wohl auf absehbare Zeit auch ausreichen.

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