28.02.2009:   VfL Bochum 1848 - FC Energie Cottbus - 3 : 2 (1 : 1)

rewirpowerSTADION Bochum, Castroper Straße 145, 44791 Bochum

Tore: 0:1 Iliev (2.), 1:1 Epallé (12.), 1:2 Jula (50.), 2:2 Fuchs (54.), 3:2 Pfertzel (79., FE)

Zuschauer: 18.103

Bratwurst: Die Currywurst - auch ein Grund dafür, dass mein Sohn wieder mit war...

       

In einem überaus interessanten und spannenden Match ging der Gast aus Cottbus beim VfL Bochum zweimal in Führung und stand am Ende doch mit leeren Händen da. Und das lag daran, dass der VfL nicht nur beide Male postwendend ausgleichen konnte, sondern ein umstrittener Strafstoß in der 79. Minute die Bochumer letztlich sogar auf die Siegerstraße brachte. Diesem vorausgegangen war ein angebliches Foul am Bochumer Sestak, der in den Cottbuser Strafraum eindrang, von Angelov, Cagdas und Ziebig bedrängt wurde und fiel. Schiedsrichter Markus Schmidt sah hier ein Foulspiel und entschied auf Strafstoß. Die Chance ließ sich Pfertzel nicht entgehen und versenkte die Kugel trocken zum 3:2 im Cottbuser Tor. In der Schlussphase wurde das Spiel dann hektisch und ruppig, da Energie alles nach vorne warf, um noch einen Punkt zu retten. Doch die Bochumer konnten mit Glück und Geschick die Führung über die Zeit retten, drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg verbuchen und - Dank des bereits dritten Heimsiegs der Rückrunde – sogar die Abstiegsplätze verlassen.

       

Bereits 1921 errichteten Mitglieder des damaligen TuS Bochum 1848 an der Castroper Straße eine erste Fußballanlage, die mit einem Spiel des TuS gegen den Düsseldorfer SC 1899 eröffnet wurde. Wie viele andere Sportanlagen im Revier fiel aber auch diese den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges zum Opfer und so wurde der bis dahin schlichte Fußballplatz ab 1945 als Fußball- und Leichtathletikstadion mit einer Sitzplatztribüne wieder aufgebaut. In den folgenden 34 Jahren erlebten Aktive und Fans im Stadion an der Castroper Straße den sportlichen Aufstieg des 1938 gegründeten VfL Bochum bis in die 1. Bundesliga. Mit dem Aufstieg wurde aber auch der Ruf laut, das inzwischen veraltete Stadion zu modernisieren. Und so entstand dann zwischen März 1976 und Juli 1979 das Bochumer „Ruhrstadion“ in seiner heutigen Form, eingeweiht am 21. Juli 1979 mit einem Spiel des VfL Bochum gegen die SG Wattenscheid 09. Aktuell verfügt es über 31.328 Zuschauerplätze, davon 16.756 Sitzplätze. Die ursprüngliche Kapazität des Stadions betrug sogar 49.522 Zuschauerplätze, wurde jedoch durch zahlreiche Umbauten auf die jetzige Kapazität verringert. Seit Beginn der Saison 06/07 trägt das ehemalige Ruhrstadion nun den Namen rewirpowerSTADION. Wie in vielen anderen Fällen, wird auch diese Umbenennung von der Fanszene heftig kritisiert. Die letzte große Maßnahme war die Errichtung des sechsgeschossigen Stadioncenters 2003. Diese recht gelungene Konstruktion bietet neben Räumen für Personal, Mannschaft und medizinische Versorgung auch Platz für etwa 600 VIPs. Auf die "normalen" Fans warten im Erdgeschoss Gastronomie, Ticket-Service und der offizielle VfL-Fanshop.

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