19.04.2008:   Wuppertaler SV Borussia - Rot-Weiss Essen - 2 : 2 (0 : 1)

Stadion am Zoo, Wuppertal

Tore: 0:1 Güvenisik (10.), 1:1 Saglik (77. Foulelfmeter), 1:2 Kazior (80.), 2:2 Damm (88.)

 

Zuschauer: 9.190

 

     

 

Belfast im Bergischen Land…

 

 

Zweimal geführt, den Dreier dicht vor Augen und am Ende doch wieder nur mit einem mageren Pünktchen den Platz verlassen. Wenn auch die Leistung diesmal stimmte, so fehlte RWE wieder einmal das Quäntchen Glück, das man letztlich zum Klassenerhalt braucht. Und dabei ging es um gerade einmal 2 Minuten: Denn erst in der 88. Minute gelang dem WSV durch Damm der mehr als schmeichelhafte Ausgleich. Sercan Güvenisik hatte Essen bereits in der 10. Minute in Front gebracht,  Mehir Saglik glich per Foulelfmeter in der 77. Minute für den WSV aus und Rafael Kazior traf direkt im Gegenzug zur erneuten Führung für die Rot-Weissen. RWE hat nun 10 Zähler Rückstand auf den rettenden Platz 10, während der WSV weiter nur zwei Punkte von einem Aufstiegsplatz entfernt ist. Aber in dieser Form wird der WSV der dritten Liga sicherlich erhalten bleiben.

       

Das traditionsreiche "Stadion am Zoo" wurde 1924 unter dem Namen "Bergisches Stadion" oder auch "Elberfelder Stadion" eröffnet. Mit seiner imposanten - inzwischen fast verschwundenen - Radrennbahn, dem Restaurant und der neuen Haupttribüne mit der denkmalgeschützten Schildwand zählt es sicherlich zu den interessantesten Stadien in Deutschland und bot in seinen besten Zeiten Platz für bis zu 38.000 Zuschauer (offizieller Rekord aus dem Bundesligaspiel des Wuppertaler SV gegen den den FC Bayern München im Jahre 1974). Heute befindet sich die Arena mitten in dem Umbau zu einem reinen Fussballstadion: Im Norden präsentiert sich hinter dem Tor seit kurzem die nagelneue Stehplatztribüne für die Fans des WSV und auch in der Südkurve haben die Betonarbeiten inzwischen begonnen. Diese beiden neuen Tribünen bieten jeweils rund 4.800 Stehplätze, die in einem zweiten Bauabschnitt um weitere 1.700 auf insgesamt 6.500 Stehplätze ergänzt werden können. Ein Neubau der Gegengerade war in einem zweiten Bauabschnitt ebenfalls angedacht, allerdings gibt es hier noch keinen festen Termin. Zusammen mit den 5.000 überdachten Sitzplätzen der Haupttribüne wird sich das Fassungsvermögen in den nächsten Jahren daher im Bereich von rund 20.000 Zuschauern bewegen. Bei einem Zuschauerschnitt von rund 5.000 dürfte dies auf absehbare Zeit wohl auch ausreichen.

Planerisches Fingerspitzengefühl bewiesen der WSV, die Stadt Wuppertal und das allseits beliebte Sicherheitsorgan bei der Positionierung der sitzenden Gäste. Denn auch nach dem Wechsel der WSV Fans von der Gegengerade auf die neue Nordtribüne behielt man den Gästeblock auf der Haupttribüne bei, womit sich die beiden Fangruppen nun nur noch wenige Meter auseinander befinden.

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