25.05.2008:   Sportfreunde Hamborn 07 - TuRa 88 Duisburg - 5 : 3 (2 : 1)

BSA im Holtkamp, Duisburg-Hamborn

Tore: 0:1 Burgsmüller (4.), 1:1 Küsters (25.) , 2:1 Demircan (42.), 2:2 Füten (66.),

3:2 Blech (71.), 4:2 Trienenjost (73.), 5:2 Acikgöz (75.), 5:3 Burgsmüller (90.)

Zuschauer: 500

   

An diesem Sonntag stand der Besuch bei einem der traditionsreichsten Fussballvereine des Ruhrgebiets auf dem Programm – den Sportfreunden Hamborn 07. Die Geschichte dieses Clubs begann 1903 als Ballspiel-Club Hamborn. Vier Jahre später fusionierte man mit dem SV Marxloh zum SV Hamborn 07 und erst 1954, nach der Fusion mit den Sportfreunden Hamborn, erhielt der Verein seinen heutigen Namen. Ähnlich abwechslungsreich verhielt es sich mit den Spielstätten: Von 1913 bis 1954 (davor trug der Verein seine Spiele auf verschiedenen kleinen Plätzen aus) spielte man auf dem Platz an der Buschstraße, danach von 1954 bis zum Abriss im Jahre 1969 im August-Thyssen-Stadion. Später fanden die Hamborner Heimspiele für ein knappes Jahrzehnt im Schwelgernstadion im Stadtteil Marxloh statt (siehe Bericht weiter unten). Und seit 1978 werden die Heimspiele von Hamborn 07 auf der vereinseigenen Anlage Im Holtkamp ausgetragen,

       

Das Spiel: Ein attraktives Duisburger Landesliga-Derby vor ansprechender Kulisse, in dem der bereits aufgestiegene Tabellenführer TuRa 88 erst in der zweiten Hälfte ein wenig die Zügel schleifen liess, brachte am Ende einen verdienten Sieg für die stark abstiegsbedrohten Gastgeber, die damit weiter auf den Klassenerhalt hoffen dürfen.

Die BSA im Holtkamp ist auf allen vier Seiten ausgebaut - drei Seiten bieten jeweils sechs Reihen mit Stehtraversen, die vierte Seite besitzt eine kleine überdachte Tribüne mit drei Reihen Bänken und einigen Stehtischen. Die Ecken sind geschlossen und neben einem interessanten Eingangsbereich bietet die sehr gepflegte Anlage sogar eine kleine manuelle Anzeigetafel. Das Fassungsvermögen beträgt rund 6.000 Zuschauer. Äußerst üppig fällt hier für Landesligaverhältnisse die Gastronomie aus - allein heute sorgten 4 Buden für das leibliche Wohl.

Das Schwelgernstadion

       

Das im südlichen Teil des Schwelgernbruchs liegende Schwelgernstadion wurde 1925 nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht. Das sehr geräumige Stadion umfasste eine Fläche von ca. 4 ha. Die Spielfläche von ca. 1,4 ha Größe erhielt rings herum eine 7,20 m breite Aschenbahn von 500 m Länge. Diese Laufbahn wurde eingefasst von einer  570 m langen und 7,20 m breiten Rennbahn aus Stahlbeton. Für das Publikum waren außerhalb der Rennbahnbrüstungsmauer ca. 25.000 Steh- und 3000 Sitzplätze vorhanden. Die Hälfte der Sitzplätze waren sogar mit einer Überdachung versehen. Auskleideräume mit Brause-, Waschgelegenheiten, Warmwasserheizung, Konferenz-, Presse-, Sanitäts- und Geräteräume für alle Sporttreibenden, Wirtschafts- und Kassenräume in modernster Ausführung standen für die größten Veranstaltungen  zur Verfügung. Zu seiner Zeit war es somit eines der größten Stadien in Nordwest-Deutschland. Da es mit der Zeit jedoch sehr marode geworden war, wurde es vor einigen Jahren durch die Entwicklungsgesellschaft Duisburg in Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde saniert. In diesem Zusammenhang wurden die historischen Tribünenanlagen, die wegen ihres schlechten baulichen Zustands nicht mehr benutzbar waren, mit Boden überdeckt. Die Gebäude an der Wiesenstraße mit dem ehemaligen Eingangsbereich wurden saniert und bieten heute einigen Marxloher Sportvereinen ein Zuhause. Ihr Flair hat diese Anlage allerdings noch nicht verloren.

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