10.08.2008:   RW Oberhausen - Bayer 04 Leverkusen - 2 : 3 n.V. (0 : 0, 1 : 1)

Stadion Niederrhein, Oberhausen

Tore: 0:1 Augusto (69.), 1:1 Lüttmann (90.+3), 2:1 Terranova (97.),
2:2 Gekas (104.), 2:3 Helmes (111.)

Zuschauer: 10.117

   

In einem guten Pokalspiel ohne große Höhepunkte zwischen Zweitliga-Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen und Erstligist Bayer 04 Leverkusen schien nach dem Tor des Bayer Neuzugangs Renato Augusto in der 69. Minute alles entschieden. Doch in der dritten Minute der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Julian Lüttmann den vielumjubelten Ausgleich für RWO und brachte die rund zehntausend Zuschauer in den Genuss einer Verlängerung. Der Favorit war geschockt, RWO - beflügelt von dem späten Tor - machte weiter Druck und nach dem Treffer von Mike Terranova (97.) schien eine Sensation tatsächlich möglich. Eine Unachtsamkeit der RWO Abwehr führte jedoch  durch Theofanis Gekas zum erneuten Ausgleich für die Bayer-Elf und schliesslich war es Patrick Helmes, der Leverkusen in der 111. Minute vor dem Elfmeterschiessen bewahrte.

       

Das Stadion Niederrhein wurde in den 20er Jahren im Zuge von Notstandsarbeiten erbaut und am 24. Mai 1926 eröffnet. Nach dem Krieg sollte die Arena ihren Erbauern und Erhaltern noch einige  Kopfschmerzen bereiten: Die Bodensenkungen der angrenzenden  Concordia-Kohlefelder waren falsch eingeschätzt worden und das Stadion geriet aus dem Gleichgewicht. 1949 drohte die Haupttribüne gar einzustürzen, so dass acht schwere Betonpfeiler errichtet werden mussten. Ein Jahr später wurde in der wackeligen Arena beim Spiel Kickers Offenbach gegen Preußen Dellbrück der bis heute gültige Zuschauerrekord von 44.631 Zuschauern aufgestellt.  In den folgenden Jahren begann der Boden immer weiter einzusinken, das Grundwasser drückte mehr und mehr gegen die zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal gelegene Anlage und der Höhenunterschied zwischen den beiden Toren stieg auf fast einen halben Meter an. Mitte 1968 rückten dann schließlich Pioniere an und glichen die Höhendifferenz aus. In den 90er Jahren wurden dann auch die Ränge modernisiert: Es entstand eine neue Haupttribüne, die Gegengerade mit Stadionuhr wurde überdacht und mit Sitzen ausgestattet, beide Kurven neu betoniert und die Anzeigetafel des alten Ulrich Haberland Stadions in Leverkusen installiert. Heute präsentiert sich die Anlage in einem ausgezeichneten Zustand, das Flutlicht hat seit Jahren mal wieder keine kaputten Strahler und in der Sommerpause wurde endlich eine Rasenheizung installiert.

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