02.12.2007:   RW Oberhausen - Rot-Weiss Essen - 1 : 0 (0 : 0)

Stadion Niederrhein, Oberhausen

Tore: 1:0 Lüttmann (53.)

Zuschauer: 11.326

     

Rückschlag für Rot-Weiss Essen im Kampf um die Spitze! RWE musste sich im Revierderby bei Rot-Weiß Oberhausen mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. In der "Wasserschlacht vom Niederrhein" hatten die Gastgeber das glücklichere Ende für sich. Ein Treffer von Julian Lüttmann aus der 53. Minute entschied ein Aufeinandertreffen, das aufgrund widrigster Wetter- und Platzbedingungen eher einer Lotterie, denn einem Fußballspiel glich. 11.326 Zuschauer im Niederrheinstadion sahen dafür aber Kampf pur.

Passend zum Weltuntergangs-Wetter mit peitschendem Regen und Wind in Orkanstärke hatten wir uns bei der Wahl der Anreise diesmal für das Schiff entschieden.  Organisiert wurde der Kurztrip mit dem Fahrgastschiff "Friedrich der Grosse" über den Rhein-Herne-Kanal dabei vom RWE-Fanclub "45329-Karnap". Und obwohl sich der Eigner nicht zur kurzfristigen farblichen Umgestaltung des blau-weissen Schiffes durchringen konnte, wurde die Fahrt doch mehr als lustig. Während die Hinfahrt von der Mehrheit der Fahrgäste zum ausgiebigen Vorglühen genutzt wurde, ging es auf der Rückfahrt dann mehr um Frustbewältigung und Trocknen der Kleider. Wiederholungsfaktor 100%!  

       

Das Stadion Niederrhein wurde in den 20er Jahren im Zuge von Notstandsarbeiten erbaut und am 24. Mai 1926 eröffnet. Nach dem Krieg sollte die Arena ihren Erbauern und Erhaltern noch einige  Kopfschmerzen bereiten: Die Bodensenkungen der angrenzenden  Concordia-Kohlefelder waren falsch eingeschätzt worden und das Stadion geriet aus dem Gleichgewicht. 1949 drohte die Haupttribüne gar einzustürzen, so dass acht schwere Betonpfeiler errichtet werden mussten. Ein Jahr später wurde in der wackeligen Arena beim Spiel Kickers Offenbach gegen Preußen Dellbrück der bis heute gültige Zuschauerrekord von 44.631 Zuschauern aufgestellt.  In den folgenden Jahren begann der Boden immer weiter einzusinken, das Grundwasser drückte mehr und mehr gegen die zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal gelegene Anlage und der Höhenunterschied zwischen den beiden Toren stieg auf fast einen halben Meter an. Mitte 1968 rückten dann schließlich Pioniere an und glichen die Höhendifferenz aus. In den 90er Jahren wurden dann auch die Ränge modernisiert: Es entstand eine neue Haupttribüne, die Gegengerade mit Stadionuhr wurde überdacht und mit Sitzen ausgestattet, beide Kurven neu betoniert und die Anzeigentafel des alten Ulrich Haberland Stadions in Leverkusen installiert. Heute präsentiert sich die Anlage in einem ausgezeichneten Zustand, das Flutlicht ist sicherlich das Beste in der gesamten Regionalliga und bei einem Fassungsvermögen von knapp 21.000 Zuschauern erfüllt man locker auch die Auflagen für die 2. Bundesliga.      

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