26.09.2007:   RW Oberhausen - Fortuna Düsseldorf - 2 : 2 (1 : 2)

Stadion Niederrhein, Oberhausen

Tore: 1:0 Terranova (4.), 1:1 Kastrati (30.), 1:2 Kastrati (45.), 2:2 Kruse (51.)

Zuschauer: 8.357

     

Currywurst gegen Sushi! Mit diesem Slogan warb Rot-Weiß Oberhausen im Vorfeld für diese Begegnung des 11. Spieltags der Regionalliga Nord 2007/08. Das 2:2-Unentschieden zwischen RWO und Fortuna Düsseldorf war aber weitaus mehr als gewohnte Kost. Vor gut gefüllten Rängen im Stadion Niederrhein sahen die offiziell 8.357 Zuschauer (aus meiner Sicht etwas untertrieben da die Partie aufgrund des großen Zuschauerandrangs mit 15 Minuten Verspätung begann und der Gästeblock allein schon sehr gut gefüllt war…) eine mehr als ansprechende und äußerst spannende Regionalligapartie. Nach der frühen Führung für RWO durch Mike Terranova (5.) drehte die Fortuna das Spiel binnen einer Viertelstunde dank eines Doppelschlags von Bekim Kastrati (30./44.). Ausgerechnet dem Ex-Düsseldorfer Tim Kruse (54.) gelang aber noch der Ausgleich für die "Kleeblätter", die nun schon seit vier Partien ungeschlagen sind.

       

Das Stadion Niederrhein wurde in den 20er Jahren im Zuge von Notstandsarbeiten erbaut und am 24. Mai 1926 eröffnet. Nach dem Krieg sollte die Arena ihren Erbauern und Erhaltern noch einige  Kopfschmerzen bereiten: Die Bodensenkungen der angrenzenden  Concordia-Kohlefelder waren falsch eingeschätzt worden und das Stadion geriet aus dem Gleichgewicht. 1949 drohte die Haupttribüne gar einzustürzen, so dass acht schwere Betonpfeiler errichtet werden mussten. Ein Jahr später wurde in der wackeligen Arena beim Spiel Kickers Offenbach gegen Preußen Dellbrück der bis heute gültige Zuschauerrekord von 44.631 Zuschauern aufgestellt.  In den folgenden Jahren begann der Boden immer weiter einzusinken, das Grundwasser drückte mehr und mehr gegen die zwischen Emscher und Rhein-Herne-Kanal gelegene Anlage und der Höhenunterschied zwischen den beiden Toren stieg auf fast einen halben Meter an. Mitte 1968 rückten dann schließlich Pioniere an und glichen die Höhendifferenz aus. In den 90er Jahren wurden dann auch die Ränge modernisiert: Es entstand eine neue Haupttribüne, die Gegengerade mit Stadionuhr wurde überdacht und mit Sitzen ausgestattet, beide Kurven neu betoniert und die Anzeigentafel des alten Ulrich Haberland Stadions in Leverkusen installiert. Heute präsentiert sich die Anlage in einem ausgezeichneten Zustand, das Flutlicht ist sicherlich das Beste in der gesamten Regionalliga und bei einem Fassungsvermögen von knapp 21.000 Zuschauern erfüllt man locker auch die Auflagen für die 2. Bundesliga.      

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