29.10.2006:   DSC Arminia Bielefeld - TSV Alemannia Aachen - 5 : 1 (2 : 0)

Schüco-Arena ("Alm"), Bielefeld

Tore: 1:0 Kamper (11.), 2:0 Kucera (19.), 2:1 Plaßhenrich (47. ), 

3:1 Wichniarek (50.), 4:1 Kamper (68.), 5:1 Eigler (85.)

Zuschauer: 23.538

   

Die von Thomas von Heesen trainierten Ostwestfalen gewannen ihr Heimspiel des 9. Spieltags gegen Aufsteiger Alemannia Aachen deutlich mit 5:1 (2:0) und sind nach vier ungeschlagenen Partien in Serie auf den fünften Tabellenrang vorgerückt. 23.538 Zuschauer in der Schüco-Arena sahen einen überzeugenden Auftritt ihrer Mannschaft, die dem Aufsteiger aus Aachen in allen Belangen überlegen war. Jonas Kamper (11., 69.), Radim Kucera (19.), Artur Wichniarek (50.) und der eingewechselte Christian Eigler (85.) schossen den Kantersieg der Hausherren heraus, Rainer Plaßhenrichs (47.) zwischenzeitlicher Anschlusstreffer war letztlich nur Ergebniskosmetik.

       

Die Heimatspielstätte der Arminia aus Bielefeld ist die SchücoArena. Als der Sportplatz 1926 offiziell unter dem Namen „Alm“ errichtet wurde, hatte er mit einem Stadion noch nicht viel gemein. Erst 1957 erhielt der Platz eine Rasendecke und Stehstufenränge. Mit dem ersten Bundesligaaufstieg 1971 wurde eine Sitzplatztribüne geschaffen. Seit 1978 war das Stadion an den drei anderen Seiten von Stahlrohrtribünen umbaut. Da es zu jener Zeit nur 5.478 Sitzplätze gab, fasste das Stadion damals 34.222 Zuschauer. Mit der Rückkehr der Arminia in die Bundesliga 1996 wurde das Stadion dann nach und nach renoviert und ausgebaut. Zunächst wurden die Nord- und die Westtribüne neu gebaut, im Jahre 1999 folgte der Neubau der Südtribüne und das jetzige Fassungsvermögen von 26.601 Zuschauern wurde erreicht. Die letzte Ausbaustufe – der Neubau der Gegengeraden – wird aktuell vorbereitet. Geplant ist, die Gegentribüne als reinen Sitzplatzbereich in eine neue Haupttribüne umzuwandeln und die Kapazität auf dann 28.344 Zuschauerplätze zu steigern. Allerdings gibt es noch Probleme mit den Anwohnern. 

Über die Frage, wie es Mitte der 1920er Jahre zu dem für ein Stadion außergewöhnlichem Namen „Alm“ kam, kann heute nur noch spekuliert werden. Der Überlieferung nach soll sich ein damaliger Spieler der Arminia nach der Auswahl des Standorts an der Bielefelder Melanchthonstraße bei der Begutachtung der steinigen und holprigen Baustelle dahingehend geäußert haben, dass nur noch ein paar Kühe fehlten und man befände sich auf einer Alm. (Dennoch hält sich der Name Alm weiterhin. Humorvolle Zungen behaupten, dass das Stadion deshalb "Alm" hieße, weil es der höchstgelegene Bundesliga-Spielort sei - man bräuchte dort ein Jahr für den Aufstieg und ein Jahr für den Abstieg).

Zurück